Stand: 14.06.2019 10:25 Uhr

Weiterhin dicke Luft in Hannover und Oldenburg

Die Qualität der Luft ist in Hannover und Oldenburg weiterhin schlecht. Grund dafür sei die weiterhin zu hohe Belastung durch Stickstoffdioxid, wie das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim mitteilte. Am Donnerstag hatte die Gewerbeaufsicht die Werte von Januar bis Mai veröffentlicht. In Hannover hätten die Messstellen demnach an vier von fünf Stationen zu hohe Werte ausgewiesen. In Oldenburg sei die Problematik an einem Messpunkt aufgetreten, der stark von Busverkehr frequentiert sei. Damit bleiben die beiden Metropolen die Problemstädte in Niedersachsen.

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Luftverschmutzung: Klagen gegen Hannover und Oldenburg anhängig

Die Deutsche Umwelthilfe hat gegen die Städte Hannover und Oldenburg wegen zu hoher Luftverschmutzung Klage eingereicht. Termine zur Verhandlung seien noch nicht absehbar, teilte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg mit. In den beiden anderen niedersächsischen Städten mit hohen Stickstoffdioxid-Werten, Osnabrück und Hildesheim, habe sich die Situation verbessert. In beiden Orten werden die kritischen Werte derzeit nicht überschritten. Bundesweit prozessiert die DUH gegen mehr als zwei Dutzend Kommunen.

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Wie gefährlich sind Stickstoffdioxid und Feinstaub?

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Problemstädte arbeiten an Konzepten für bessere Luft

Die hohe Luftverschmutzung ist seit einiger Zeit Thema in den vier Städten und Anlass zu mehr Engagement beim Umweltschutz. Um die Schadstoffbelastung zu senken plant Hannover, die Stadtbusflotte komplett auf Elektroantrieb umzustellen. Erste E-Busse fahren bereits. Oldenburg setzt auf die Anschaffung moderner Erdgasbusse. Osnabrück und Hildesheim wollen den innerstädtischen Verkehr besser organisieren, damit sich künftig weniger Abgase in den Straßen aufstauen.

Lies will Mess-Standorte überprüfen lassen

Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatte zuletzt eine neue Analyse der Schadstoff-Messungen angeregt. Ausschlaggebend solle nicht die Höhe der Schadstoffkonzentration unmittelbar an der Straße, sondern im Wohnbereich der Menschen sein. In Oldenburg etwa werde der Grenzwert Lies zufolge neben der Fahrbahn überschritten, nicht aber auf Höhe der Wohnungen, die in der betroffenen Einkaufsstraße im ersten Obergeschoss liegen. Umweltschützer kritisierten den Vorstoß von Lies als Schönrechnerei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.06.2019 | 06:00 Uhr

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