Ein Mitarbeiter der Spurensicherung fotografiert einen Mercedes mit Einschußloch in der Frontscheibe. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Tödlicher Schuss auf Autofahrer in Hannover: Anklage erhoben

Stand: 09.09.2021 11:27 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat laut Medieninformationen Anklage gegen einen 32-Jährigen erhoben. Im Juni soll er aus einem Auto heraus einen 30-jährigen Mann in dessen Fahrzeug erschossen haben.

Von der Anklageerhebung erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Hannover nach eigenen Angaben "aus gut informierten Kreisen". Zuvor hatte die "Neue Presse" darüber berichtet. Die Staatsanwaltschaft selbst äußerte sich nicht. Die Tat hatte sich Anfang Juni in der Innenstadt von Hannover ereignet.

Mutmaßlicher Täter beruft sich auf Notwehr

Der Tatverdächtige soll infolge einer Auseinandersetzung einen Schuss auf den 30-Jährigen und dessen Beifahrer abgegeben haben. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der 30-Jährige. Viele Zeugen hatten die Tat beobachtet. Der Gesuchte flüchtete zunächst und stellte sich vier Tage später den Behörden. Er kam in Untersuchungshaft, der Vorwurf lautet auf Totschlag. Der Anwalt des Beschuldigten hatte seinerzeit im Gespräch mit dem NDR in Niedersachsen erklärt, sein Mandant sei von dem 30-Jährigen bedroht worden und berufe sich auf Notwehr.

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Beifahrer und Tatverdächtiger sollen sich gekannt haben

Der mutmaßliche Täter und der Beifahrer des Opfers sollen einander gekannt haben. Laut Medienberichten sind beide in der Baubranche tätig. Nach einem abgeschlossenen Projekt sollen sie über die Verteilung des Geldes gestritten haben. Der getötete 30-Jährige hatte vor vier Jahren selbst einen Mann erschossen. Weil die Ermittler von Notwehr ausgingen, wurde das Verfahren aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft eingestellt. Die Ermittlungen wegen illegalen Waffenbesitzes waren aber fortgesetzt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 09.09.2021 | 06:30 Uhr

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