Stand: 16.06.2020 18:07 Uhr

Serengeti-Park: Nashorn "Makena" wird Leihmutter

Im Serengeti-Park Hodenhagen ist ein Südliches Breitmaulnashorn zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich
Der Nashornkuh "Makena" soll in Kürze ein Embryo eingesetzt werden.

Der Serengeti-Park in Hodenhagen (Landkreis Heidekreis) beteiligt sich an dem Versuch, das Nördliche Breitmaulnashorn zu retten. Die Nashorn-Art ist vom Aussterben bedroht. Im Rahmen eines internationalen Projekts soll das Einsetzen und Austragen von labor-erzeugten Embryonen erprobt werden - mit Hilfe der Nashornkuh "Makena" aus Hodenhagen. Sie selbst zählt zu den Südlichen Breitmaulnashörnern. Von der nördlichen Art gibt es weltweit nur noch zwei weibliche Exemplare - in Kenia. Beide können keine Kälber austragen. Der letzte Bulle starb 2018. Es existiert aber noch eingefrorenes Sperma, das genutzt werden könnte. Zunächst steht aber ein erster Versuch mit Sperma eines Bullen der südlichen Unterart an.

VIDEO: Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns (3 Min)

Embryo soll in Kürze eingesetzt werden

Bereits Ende Mai wurden der sieben Jahre alten "Makena" zwölf Eizellen entnommen. Diese wurden in einem Speziallabor in Italien mit dem Sperma der südlichen Unterart befruchtet. In Kürze soll ihr ein Embryo eingesetzt werden. Die Forscher hoffen, dass "Makena" auch in Zukunft als Leihmutter für Nördliche Breitmaulnashörner fungieren könnte. Bisher sind derartige Versuche mit Südlichen Breitmaulnashörnern in Europäischen Zoos gescheitert. Sollte "Makena" in eineinhalb Jahren ein gesundes Baby zur Welt bringen, wollen die Wissenschaftler den nächsten Schritt wagen - um das Nördliche Breitmaulnashorn vielleicht noch vor dem Aussterben zu retten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 16.06.2020 | 17:00 Uhr

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