Stand: 15.07.2020 10:44 Uhr

Schüsse auf Hochzeitsfeier: Erster Prozess beginnt

Justitia. © imago Foto: Ralph Peters
Tödliche Schüsse auf Hochzeitsfeier: Im November beginnt der Prozess gegen einen Fluchthelfer. (Themenbild)

Mehr als vier Jahre nach den tödlichen Schüssen auf einer Hochzeitsfeier in Hannover muss sich ein Mann vor Gericht verantworten, der dem mutmaßlichen Täter damals zur Flucht verholfen haben soll. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Wie das Amtsgericht mitteilte, beginnt Ende November der Prozess gegen den Cousin des mutmaßlichen Schützen. Der 34-Jährige soll seinen Cousin mit einem Auto vom Tatort im Stadtteil Vahrenheide weggebracht haben. Dabei sei der 34-Jährige aber geblitzt worden; so seien die Ermittler ihm auf die Spur gekommen. Der mutmaßliche Täter konnte sich in den Irak absetzen. Dort war er im Herbst 2018 festgenommen worden, nachdem die Ermittler nach ihm mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet hatten. Laut Staatsanwaltschaft sitzt er im Irak derzeit in Haft. Ein Prozess wegen des Tötungsdelikts habe dort aber offenbar noch nicht begonnen, sagte Staatsanwältin Katrin Söfker auf Nachfrage von NDR.de. Weil der Mann wohl die irakische Staatsangehörigkeit besitze, sei eine Auslieferung ungewiss. Bei der Feier im März 2016 soll er seiner Ex-Verlobten in den Kopf geschossen und sie getötet haben, weil er sich in seiner Ehre verletzt gefühlt habe.

 

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.07.2020 | 13:30 Uhr

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