Stand: 07.09.2019 11:15 Uhr  - Hallo Niedersachsen

SPD-Chef: Kandidaten zeigen Konsens in Hannover

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping geht zusammen mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ins Rennen.

Wer wird das neue Chef-Duo der Bundes-SPD? Eine Antwort auf diese Frage soll die Parteibasis liefern. Damit die SPD-Mitglieder auch wissen, für welche Inhalte die Bewerber stehen, stellen diese sich auf insgesamt 23 Regionalkonferenzen vor. Nach Saarbrücken ist Hannover am Freitagabend die zweite Station, auf der sich die sieben Bewerber-Duos und der Einzelkandidat präsentieren. Zum Auftakt der Konferenz mahnte Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Landeschef Stephan Weil die etwa 850 Gäste: "Wir standen uns in letzter Zeit zu oft selbst im Weg." Wenn die Partei das hinter sich lasse, sei der Vorsitz auch wieder das schönste Amt neben Papst. Damit spielte Weil auf ein bekanntes Zitat des früheren SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering an.

Kandidaten für SPD-Parteivorsitz stellen sich vor

Hallo Niedersachsen -

Noch sechs Duos bewerben sich um den SPD-Vorsitz. Auf Regionalkonferenzen stellen sie sich derzeit an verschiedenen Orten vor. Auch Innenminister Boris Pistorius kandidiert.

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Scheer und Lauterbach für GroKo-Ausstieg

Einer der Kandidaten für den Vorsitz ist Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, der zusammen mit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping antritt. Er sagte: "Wir sind überzeugt, dass die Partei mehr kann, als sie zuletzt gezeigt hat." Pistorius hatte vor dem niedersächsischen Parteipublikum einen Heimvorteil: Er musste sich als prominenter Minister nicht groß vorstellen. Alle Bewerber vertraten in Hannover deutlich linkere Positionen, als sie die SPD als Regierungspartei in Berlin derzeit vorgibt. Nur ein Duo, Nina Scheer und Karl Lauterbach, plädierte dabei offen für einen Ausstieg aus der Großen Koalition auf Bundesebene, berichtet NDR Info.

Viel Konsens aber auch kritische Fragen

Bei den Konzepten der einzelnen Kandidaten zu Themen wie Arbeit, Wohnen und Umwelt bedachte die Basis alle Bewerber gleichermaßen mit Applaus - viel Konsens also am Freitagabend in Hannover. Kritische Nachfragen richteten die Genossen beispielsweise an Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Warum habe er den Niedergang der Partei nicht habe stoppen können? Auch die GroKo in Berlin und mehr Beteiligung für die Basis waren Themen.

Im Dezember soll die neue Spitze feststehen

In Niedersachsen sind noch Regionalkonferenzen in Oldenburg und Braunschweig geplant. Nach den Regionalkonferenzen können die SPD-Mitglieder im Oktober online und per Brief abstimmen, wen sie an der Spitze ihrer Partei sehen möchten. Erhält kein Duo oder der Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen, gibt es eine Stichwahl zwischen Erst- und Zweitplatzierten. Im Dezember soll der Bundesparteitag das Ergebnis dann bestätigen.

Weitere Informationen
NDR Info

Fünf Nordlichter für die SPD

NDR Info

Zuerst wollte niemand, jetzt wollen gleich 13: Allein fünf Kandidaten für den SPD-Vorsitz kommen aus Norddeutschland. Niedersachsens Ministerpräsident Weil kritisiert das Auswahlverfahren. (17.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 06.09.2019 | 19:30 Uhr

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