Sendedatum: 17.03.2018 08:00 Uhr

Newroz in Hannover: Der Liveticker zum Nachlesen

Tausende Menschen haben an Demonstrationen anlässlich des Newroz-Festes teilgenommen. Die gelben YPG-Fahnen waren laut Polizei "ausnahmsweise zulässig", wenn sie nicht in einem PKK-Kontext gezeigt wurden.

In Hannover haben sich am Sonnabend Kurden aus ganz Deutschland zum kurdischen Neujahrsfest Newroz versammelt. Doch Newroz ist auch eine politische Veranstaltung: Unter dem Motto "Newroz heißt Widerstand - der Widerstand heißt Afrin" starteten zwei Demonstrationszüge, die am Nachmittag mit einer Abschlusskundgebung am Opernplatz endeten. Die Kundgebungen richteten sich gegen die türkische Militär-Offensive in der syrischen Kurdenregion Afrin.


17:35 Uhr

Insgesamt bis zu 11.000 Teilnehmer

Die Polizei schätzt die Zahl derjenigen, die insgesamt an Kundgebungen und Demonstrationen teilgenommen haben, auf zeitweise bis zu 11.000.

Bahnverkehr normalisiert sich


14:39 Uhr

9.000 Menschen auf Opernplatz

Nach Angaben der Polizei haben sich 9.000 Menschen auf dem Opernplatz versammelt. Redner fordern ein Ende der deutschen Waffenlieferungen an die Türkei. "Wir werden so lange auf die Straße gehen, bis endlich diese Zusammenarbeit der deutschen Regierung mit dem türkischen Regime aufhört", sagte ein Redner unter viel Applaus und Jubel.


14:29 Uhr

Kurden demonstrieren für Afrin

Die Menschen, die heute zum Newroz-Fest nach Hannover gekommen sind, demonstrieren vor allem gegen das militärische Vorgehen der Türkei gegen das von Kurden bewohnte Afrin in Nordsyrien. Erst am Freitag soll die Türkei ein Krankenhaus beschossen haben, 16 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein.


14:23 Uhr

Buslinien fahren wieder

Der Busverkehr normalisiert sich, twittert die üstra. Die Linie 120 fahre wieder ganz normal bis zum Aegidientorplatz.


13:57 Uhr

Zweiter Zug erreicht Opernplatz

Auch der zweite Demonstrationszug hat den Opernplatz erreicht. Dort lauschen Tausende den Rednern auf der Bühne.


13:38 Uhr

5.000 Menschen auf Opernplatz

Nach Angaben der Polizei ist der Demo-Zug, der in Linden gestartet ist, am Opernplatz angekommen. Dort befänden sich nun etwa 5.000 Menschen.

Newroz: Demonstranten ziehen durch Hannover


13:31 Uhr

Festnahme am Aegidientor-Platz

Der Demo-Zug, der am Schützenplatz startete, steht am Aegidientor-Platz und stockt. Hier gab es eine Festnahme, Demo-Teilnehmer haben Flaggenstangen in Richtung Polizei geworfen. Vor dem Zug haben sich zwei Wasserwerfer postiert.


13:15 Uhr

Offenbar Festnahme von Demo-Teilnehmer


12:59 Uhr

Zug kurz vor dem Opernplatz

Die Polizei stoppt immer wieder die Demonstrationszüge wegen verbotener Sprechchöre und Zeigens verbotener Symbole, sagte ein Polizeisprecher NDR.de. Die Versammlungsleiter müssen mehrmals die Teilnehmer darauf hinweisen, keine verbotenen Parolen zu rufen. Einer der Züge ist momentan am Aegidientorplatz, wenige Hundert Meter vom Opernplatz entfernt. Insgesamt seien etwa 8.000 Teilnehmer auf den beiden Routen unterwegs.


12:51 Uhr

Stimmung friedlich


12:35 Uhr

Die Polizei hat die Teilnehmer-Zahlen korrigiert


12:25 Uhr

Demo-Teilnehmer ziehen Richtung Steintor


12:24 Uhr

Behörden warnen vor Anschlägen

In den deutschen Sicherheitsbehörden wachsen einem "Spiegel"-Bericht zufolge die Sorgen vor weiteren Angriffen auf türkische Einrichtungen zum kurdischen Neujahrsfest Newroz. Die Behörden rechneten "bundesweit mit gewaltsamen Aktionen gegen türkische Einrichtungen und Interessen in Deutschland", zitierte der "Spiegel" am Sonnabend ein Papier des Gemeinsamen Extremismus- und Terrorabwehrzentrums, ein Zusammenschluss von 40 Bundes- und Landesbehörden.

Weitere Informationen

Anschlag auf türkische Geschäfte in Garbsen

Unbekannte haben einen Anschlag auf türkische Geschäfte in Garbsen verübt. Die Hintergründe sind unklar, der Staatsschutz ermittelt. Innenminister Pistorius verurteilte die Taten. (13.03.2018) mehr


12:13 Uhr

Üstra zahlt bei Verspätung

Auf Twitter fragt ein Nutzer, wer eigentlich dafür aufkommt, wenn er wegen der Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr zu spät zur Arbeit komme. Die üstra antwortet prompt:

Freiheit für Öcalan gefordert

Entsprechende Plakate und Fahnen mögen verboten sein - aber in den skandierten Parolen geht es immer wieder um die Befreiung von PKK-Führer Öcalan.


11:55 Uhr

Beide Demo-Züge gestartet


11:53 Uhr

"Afrin ist nicht allein"

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Ein Demonstrationsteilnehmer aus Ulm am Sonnabend in Hannover.

Am Küchengartenplatz hieß aus den Lautsprechern: "Wir sind hier, um gemeinsam unsere Wut zu zeigen und der schweigenden Welt entgegen zu schreien: 'Afrin ist nicht allein.'" Die Menge hat sich in Bewegung gesetzt. Mit lauter Musik und fröhlicher Grundstimmung geht es voran, aber sehr langsam. Alle Frauen werden über Lautsprecher aufgefordert, nach vorn zu gehen. Sie sollen der Durchsage zufolge den Zug anführen, weil auch in den kurdischen Kampfgebieten Frauen eine wichtige Rolle spielten.


11:39 Uhr

Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Ende der Angriffe auf Afrin

Nach dem Angriff auf ein Krankenhaus im syrischen Afrin haben Menschenrechtler Bundesregierung und Nato zum Handeln aufgerufen. Deutschland und die Nato-Staaten müssten ein sofortiges Ende der Kriegsverbrechen ihres Nato-Partners Türkei verlangen, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Sonnabend in Göttingen. "Es kann nicht sein, dass die Nato die Aushöhlung des humanitären Völkerrechts fördert, das ausdrücklich den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten vorsieht", erklärte der Direktor der Organisation, Ulrich Delius.


11:34 Uhr

Der Zug setzt sich in Bewegung

Die Versammlungsteilnehmer am Küchengarten in Linden sind aufgebrochen. Ziel ist nun der Opernplatz.

Karte: Newroz-Fest: Die Orte der Veranstaltungen

11:27 Uhr

Polizei weist auf verbotene Symbole hin

Wie Polizeisprecherin Martina Stern NDR.de sagt, ist bislang alles friedlich geblieben. Bei Kontrollen hätten Polizeibeamte vereinzelt verbotene Utensilien mit PKK-Symbolen beschlagnahmt. Sie weist darauf hin, dass auch "jedwede Abbildung von Öcalan" verboten ist. Andere Flaggen, etwa die gelbe YPG-Flagge mit roten Stern, sind "ausnahmsweise zulässig", es sei denn, es besteht ein PKK-Kontext. Ob verboten oder nicht, entscheide der jeweilige Einsatzleiter der Polizei vor Ort.

Es gibt Heißgetränke!

Vom Küchengarten aus dürfte es in Kürze losgehen in Richtung Opernplatz.

Offenbar hat die Polizei die eisigen Temperaturen reagiert. Laut Mit-Veranstalter Dirk Wittenberg dürfen jetzt Kaffee und Tee auf dem Opernplatz gekocht und ausgeschenkt werden. Ein zweiter Lautsprecherwagen soll noch organisiert werden, dann kann es demnächst losgehen.


11:16 Uhr

Gut 1.300 Teilnehmer bislang

Nach Angaben von Polizeisprecherin Martina Stern haben sich bislang etwa 950 Menschen auf dem Schützenplatz versammelt. Auf dem Küchengartenplatz in Linden sind es demnach rund 160, auf dem Opernplatz in der Innenstadt 200 Menschen. Erwartet wurden mehrere Zehntausend Teilnehmer insgesamt. Aber es ist ja noch relativ früh.


11:03 Uhr

Die Stimmung ist friedlich

 


10:55 Uhr

Verbotene Symbole

Laut "Hannoversche Allgemeine Zeitung" ist ein Demonstrant auf dem Schützenplatz abgeführt worden. Er soll sich zu lautstark über die Beamten beschwert haben. Außerdem sollen die Flaggen mit dem Konterfei des PKK-Führers Öcalan zu sehen sein, was ebenso verboten ist wie einige andere Symbole. Hierzu schreibt das Bundesamt für Verfassungsschutz: "Das Kennzeichenverbot umfasst unter anderem die Symbole der 'Volksverteidigungseinheiten' (YPG), dem bewaffneten Arm der syrischen Fraktion der PKK, der 'Partei der Demokratischen Union' (PYD). Dies gilt insbesondere für die Flagge der YPG, einem gelben Dreieck mit rotem Stern in der Mitte." Die Symbole sind deshalb verboten, weil sie in "besonderem Maße geeignet sind, den Zusammenhalt der Organisation zu fördern und diesen auch nach außen zu demonstrieren. Dies gilt insbesondere für Darstellungen Öcalans, dem von PKK-Anhängern eine besondere Verehrung entgegengebracht wird."


10:28 Uhr

Treffpunkt Opernplatz

Die Polizei meldet, dass die ersten Versammlungsteilnehmer bereits auf dem Opernplatz sind.


10:25 Uhr

Türkei geht gegen Kurden vor

Unterdessen geht der militärische Konflikt in Nordsyrien weiter.

Links
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Offenbar Krankenhaus in Afrin beschossen

Seit Tagen wird Afrin in Nordsyrien von türkischen Truppen belagert. Aktivisten melden, die Armee habe nun ein Krankenhaus beschossen. Es soll 16 Tote geben. Die Türkei dementiert. Mehr auf tagesschau.de. extern


10:19 Uhr

Kritik an Polizei

Die Veranstalter beklagen das Vorgehen der Polizei. Dirk Wittenberg, Versammlungsleiter von der Interventionistischen Linken: "Es ist am Opernplatz eine einzige Katastrophe: Zelte mussten gestern wieder abgebaut werden. Kaffee und Tee dürfen nicht gekocht werden. Absprachen werden nicht eingehalten. Es scheinen an kleinen Punkten die Daumenschrauben angezogen werden. Das Demonstrieren soll uns offenbar so schwer wie möglich gemacht werden. Alle Busse werden durchsucht. An sämtlichen Zufahrtsstraßen werden sie rausgewunken. Deshalb verzögert sich auch ihre Ankunft teilweise dramatisch."


10:17 Uhr

Die Routen

Aufzug 1/ Linden: Am Küchengarten - Spinnereistraße - Königsworther Straße - Brühlstraße - Otto-Brenner-Straße - Goseriede - Kurt-Schumacher-Straße - Kanalstraße - Georgstraße - Kröpcke - Opernplatz.
Aufzug 2: Am Schützenplatz - Lavesallee - Friedrichswall - Aegidientorplatz - Georgsplatz - Georgstraße - Opernplatz.

Karte: Newroz-Fest: Die Orte der Veranstaltungen

10:12 Uhr

Proteste gegen die Militäroffensive

Es ist heute nicht das erste Mal, dass Kurden in Hannover auf die Straße gehen. Seit Mitte Januar greiftdas türkische Militär in Nordsyrien die Kurdenmiliz YPG an. Und seitdem demonstrieren nicht nur Kurden in Hannover mehrmals die Woche. Auch Nicht-Kurden sind dabei, die gegen das militärische Vorgehen der Türkei protestieren, aber auch gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei. Auch loben manche den sogenannten Demokratischen Konföderalismus der Kurden in der Region, eine radikaldemokratische Ausrichtung, einen hohen Stellenwert der Ökologie und den Kampf gegen Frauenunterdrückung.

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10:03 Uhr

Noch wenige Menschen am Küchengarten

Am Küchengarten in Hannover-Linden sind deutlich weniger Teilnehmer als am Schützenplatz. Per Lautsprecher wird durchgesagt, dass man um 11 Uhr losgehen wolle.


10:00 Uhr

Einschränkungen im Busverkehr


09:54 Uhr

Es wird voller

Die Menschen strömen auf den Schützenplatz.

So langsam füllt sich der Schützenplatz. Immer wieder zu hören: "Afrin, Afrin".


09:49 Uhr

Polizei: Symbole der PKK werden nicht geduldet

Weil die Polizei sieht bei dem Veranstalter eine Nähe zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sieht, hatte sie die zentrale Veranstaltung zunächst verboten. Das Verwaltungsgericht hatte jedoch einem Eilantrag stattgegeben, wonach ein Verbot der Veranstaltung rechtswidrig sei. Die Beamten werden jedenfalls Symbole der PKK oder verbotene Parolen nicht dulden.

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09:46 Uhr

Prominente Unterstützer

Zum Newroz-Fest haben sich auch prominente Unterstützer angekündigt: etwa der ehemalige SPD-Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, die ehemalige niedersächsische Justizministerin Heidrun Merk, außerdem die Initiative "Kulturschaffende für den Frieden" um den Linken-Politiker Diether Dehm, den Liedermacher Konstantin Wecker und den Kabarettisten Dieter Hallervorden. Auf die Straße geht außerdem ein weiteres Bündnis von Linksradikalen und einer Solidaritätsplattform für das nordsyrische Kurdengebiet Afrin.


09:39 Uhr

Protest gegen Militäroffensive

"Newroz heißt Widerstand - der Widerstand heißt Afrin" ist das Motto der Veranstaltungen in Hannover. Und darum geht es.

Weitere Informationen
Link

Pulverfass Afrin

Sollten sich in Syrien Assad-treue Milizen der Türkei entgegenstellen, wäre das eine gefährliche Eskalationsstufe. Auch, weil Russland in der Region größere Ziele verfolgt. Mehr auf tagesschau.de. extern


09:31 Uhr

Leichte Verwirrung

In der Innenstadt sind zunächst viele der Teilnehmer Richtung Waterloo-Platz gegangenen. Es sind keine Ordner zu sehen, viele Gruppen irrten zunächst ein wenig ratlos umher - aber inzwischen gehen alle wieder zurück zum Schützenplatz.


09:28 Uhr

Die Plätze füllen sich - langsam

Die ersten Menschen treffen auf dem Schützenplatz und in Linden auf dem Küchengarten ein. Von festlicher Atmosphäre ist allerdings nichts zu spüren. Es ist einfach zu kalt.


08:57 Uhr

Die Temperaturen

Die Temperaturen an diesem Sonnabendmorgen: eisig, minus 4,5 Grad. Vor der Swiss Life Hall stehen Dutzende Busse aus dem ganzen Bundesgebiet wie an einer Perlenkette aufgereiht. Kleine Grüppchen machen sich auf den Weg zum Schützenplatz.


08:37 Uhr

Die Routen

Nach Polizeiangaben beginnen die Veranstaltungen gegen 9 Uhr. Zwei Demonstrationszüge laufen aus unterschiedlichen Richtungen in die Innenstadt und treffen sich am Opernplatz. Die Veranstalter selber haben als Beginn der Kundgebung 9.30 angegeben. Um 11 Uhr sollen sich demnach die Züge in Bewegung setzen.

Aufzug 1/ Linden: Am Küchengarten - Spinnereistraße - Königsworther Straße - Brühlstraße - Otto-Brenner-Straße - Goseriede - Kurt-Schumacher-Straße - Kanalstraße - Georgstraße - Kröpcke - Opernplatz.
Aufzug 2: Am Schützenplatz - Lavesallee - Friedrichswall - Aegidientorplatz - Georgsplatz - Georgstraße - Opernplatz.


08:29 Uhr

Erhöhte Polizeipräsenz

Noch ist es ruhig in Hannovers Innenstadt. Deutlich sichtbar allerdings: die Polizei. Sie werde an allen Orten Präsenz zeigen, hatte Polizeipräsident Volker Kluwe am Donnerstag gesagt. Zudem stelle sie sich an "neuralgischen Punkten" auf mögliche Auseinandersetzungen zwischen türkisch-nationalistisch eingestellten Personen und den Demonstranten ein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.03.2018 | 08:00 Uhr

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