Stand: 08.07.2019 07:43 Uhr

Netzwerk betreut mehr traumatisierte Flüchtlinge

Im vergangenen Jahr hat das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen nach eigenen Angaben mehr als 2.500 Geflüchteten mit psychosozialen Störungen geholfen. Das seien 1.000 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Das Netzwerk habe seitdem mehrere neue Standorte eröffnet. Inzwischen sind es sechs. "Anders als bei den allgemeinen Flüchtlingszahlen im Land sehen wir bei uns keinen Rückgang", sagte Geschäftsführerin Karin Loos in Hannover. Viele Menschen stellten sich ihren psychischen Problemen erst Jahre nach den traumatischen Erlebnissen von Krieg, Flucht und Vertreibung. Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer haben zwischen 30 und 40 Prozent der Flüchtlinge bundesweit eine seelische Erkrankung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 08.07.2019 | 08:30 Uhr

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