Wahlhelfer kippen Wahlscheine aus einer Tonne auf einen Tisch. © picture alliance/dpa Foto: Sven Hoppe

Mehrere Städte suchen noch Helfer für Kommunalwahlen

Stand: 12.08.2021 11:37 Uhr

Für die Bundestagswahl am 26. September gibt es in Niedersachsen bereits ausreichend Freiwillige. Für die Kommunalwahlen am 12. September suchen einige Städte aber noch Helfende.

Ein Grund könnte sein, dass die Wahlen zwei Wochen zuvor nicht so bekannt sind, sagte Lüneburgs Stadtsprecherin Suzanne Moenck. "Viele Personen, zumeist junge Menschen, wussten nicht, dass im September ebenso die Kommunalwahlen stattfinden. Die Bundestagswahlen sind durch die Medien deutlich präsenter vertreten." Allerdings haben mehrere Städte eigenen Angaben zufolge im Frühjahr einen Zuwachs an Wahlhelfenden bemerkt - möglicherweise, weil diese sich früher gegen Covid-19 impfen lassen durften. "Das Thema Impfpriorisierung dürfte die Meldungen zumindest beflügelt haben", sagte Rainer Keunecke, Stadtsprecher aus Braunschweig.

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Ein rotes Wahlkreuz neben einem roten Buntstift. © fotolia Foto: Patrick M. Pelz

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Lüneburg und Hannover: Weitere Freiwillige willkommen

Die Stadt Lüneburg benötigt für die Kommunalwahlen noch flexible Freiwillige. Für die Bundestagswahl haben sich Sprecherin Moenck zufolge schon ausreichend Unterstützerinnen und Unterstützer gemeldet. In der Landeshauptstadt Hannover stehen bereits viele Wahlhelfende bereit. Aber "da sie immer wohnortnah eingesetzt werden, gibt es für einige Wahlbezirke noch Bedarf", sagte ein Sprecher. Man freue sich weiterhin über freiwillige Meldungen. Im Frühjahr hätten sich während der Impfpriorisierung auch in der Landeshauptstadt vermehrt Personen von sich aus als Wahlhelfende gemeldet, "gefühlt mehr als bei anderen Wahlen". Über die Gründe könne man allerdings nur spekulieren, heißt es aus Hannover.

Osnabrück braucht noch Unterstützer

In Osnabrück sind bereits mehr als 90 Prozent der maximal benötigten 1.200 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gefunden. Pro Wahltag am 12. und 26. September fehlten noch knapp 90 Helfende: "Wir sind auf einem guten Weg. Die Wahlvorstände sind somit arbeitsfähig", sagte ein Sprecher. Es werde aber versucht, die fehlenden Zusagen bis zu den Wahlsonntagen zusammenzubekommen. Nachdem bekannt geworden sei, dass Wahlhelfende priorisiert geimpft werden, habe die Stadt im Frühjahr kurzfristig rund zwei Dutzend Bewerbungen von jüngeren Personen erhalten. Besonders viele Personen seien es insgesamt jedoch nicht gewesen.

Oldenburg hat genug Freiwillige, freut sich aber über weitere

Die Stadt Oldenburg hat nach eigenen Angaben aktuell ausreichend Wahlhelfende für beide Wahlen. Freiwillige könnten sich aber gerne weiter für die 91 Urnenwahllokale und 42 Briefwahllokale melden, hieß es. Auch in der Stadt an der Hunte sei eine stärkere Nachfrage durchaus festzustellen gewesen. "Freiwillige haben sich dieses Jahr bereits sehr früh über unser Online-Portal gemeldet", berichtete eine Sprecherin der Stadt. Nur berufene Wahlhelferinnen und Wahlhelfer hätten jedoch die Impfpriorisierung erhalten. Die Berufung sei erst im Mai erfolgt, sodass die Hintergründe der freiwilligen Meldungen nicht beurteilt werden könnten.

Ausreichend Helfende in Braunschweig und Wolfsburg

In Braunschweig gibt es genügend Wahlhelfende. "Wir haben Aktionen zur Wahlhelfer-Gewinnung durchgeführt, mit gutem Erfolg", sagte Stadtsprecher Rainer Keunecke. Die Priorisierung von Helferinnen und Helfern in der Corona-Pandemie sei zum Teil parallel gelaufen, sodass die Gründe für die Registrierungen nicht eindeutig zu bestimmen seien. Auch die Stadt Wolfsburg kann sich laut einer Sprecherin nicht über zu wenige Wahlhelfende beklagen. Der Aufruf an die Bevölkerung für beide Wahlsonntage sei im März erfolgt, die Berufung im Juni. Zur Kommunal- und zur Bundestagswahl werden dort rund 1.200 Menschen im Einsatz sein. Am 26. September sollen 824 Wahlhelfer in den Wahllokalen und 288 in den Briefwahllokalen eingesetzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.08.2021 | 07:00 Uhr

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