Ein Stop-Schild ist vor einem Continental-Logo zu sehen. © picture alliance Foto: Roberto Pfeil

IG Metall erklärt Gespräche mit Continental für gescheitert

Stand: 02.12.2020 17:16 Uhr

Im Konflikt um den geplanten Stellenabbau beim hannoverschen Autozulieferer Continental hat die Gewerkschaft IG Metall die Gespräche abgebrochen. In Deutschland sind rund 13.000 Jobs gefährdet.

Die Arbeitgeberseite habe keinerlei Interesse gezeigt, über Alternativen zu der massenhaften Streichung von Arbeitsplätzen zu sprechen, teilten Vertreter der IG Metall mit. Man werde nun die Beschäftigten informieren und weitere Aktionen beraten. Bei Continental sollen in den kommenden Jahren mindestens 30.000 Stellen verlagert, gestrichen oder umgewandelt werden - mehr als ein Drittel davon in Deutschland. Unter anderem drohen Werksschließungen in Aachen und im hessischen Karben.

Scharfe Kritik der IG Metall

Für das Management sei trotz der Corona-Krise das Renditeziel von acht Prozent Maßstab allen Handelns, kritisierten die Gewerkschafter. Die vom Unternehmen verschlafene Transformation solle ganz offensichtlich auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. "Offensichtlich hat Continental in der Krise jedes Maß verloren und will den Konflikt", so ein Sprecher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.12.2020 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Zwei Weihnachtsmarkt-Besucher stoßen mit Glühwein an. © picture alliance Foto: Roland Weihrauch

Kommunalverbände für Aus von Weihnachtsmärkten und Discos

Wegen der steigenden Infektionszahlen fordern die Verantwortlichen von der Landesregierung "deutlich striktere Vorgaben". mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen