Stand: 03.09.2018 18:31 Uhr

Hannover: 3.000 marschieren gegen Rassismus

Etwa 3.000 Menschen haben am Montag in Hannover gegen Rassismus und für die Demokratie demonstriert. Anlass waren die Ausschreitungen der vergangenen Tage in Chemnitz. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), der evangelische Landesbischof Ralf Meister sowie der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst, nahmen an dem Friedensmarsch teil.

Eine große Menschenmenge hat sich zu einer Demonstration versammelt

Demo gegen Rassismus in Hannover

Hallo Niedersachsen -

Friedensmarsch in Hannover: Tausende Menschen gingen gegen Rassismus auf die Straße. Die Aegidienkirche platzte bei der anschließenden Kundgebung aus allen Nähten.

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Weil: "Kein Platz für Rassismus in diesem Land"

"Wir müssen diejenigen stärken, die in Chemnitz und anderswo für Menschlichkeit und Demokratie eintreten", sagte Weil. "Alle sind gefordert, unsere Grundrechte und Grundwerte zu verteidigen. Für Selbstjustiz, Hass und Rassismus ist kein Platz in diesem Land, dieses Signal soll heute auch von Niedersachsen ausgehen."

"Herz statt Hetze"

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In Hannover gehen rund 1.000 Menschen auf die Straße, um gegen Gewalt und Rassismus zu demonstrieren - auch Ministerpräsident Weil (5. von links).

Der deutsche Gewerkschaftsbund, der Initiativkreis Offene Gesellschaft und das Bündnis "bunt statt braun" hatten zu dem Friedensmarsch aufgerufen. Der Demonstrationszug startete am Nordufer des Maschsees und führte zur Ruine der im Krieg zerstörten Aegidienkirche. Auf Plakaten waren Slogans wie "Herz statt Hetze" zu lesen. Hannover stehe für eine bunte und vielfältige Gesellschaft steht, erklärten die Initiatoren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 03.09.2018 | 17:00 Uhr

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