Stand: 07.08.2019 20:30 Uhr

Gewinneinbruch bei Conti - Werke in Gefahr?

Der Autozulieferer Continental will angesichts schwächelnder Automärkte die Kosten im Unternehmen senken. Am Mittwoch teilte der Dax-Konzern in Hannover mit, dass im abgelaufenen Quartal der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) um ein Viertel auf 868 Millionen Euro zurückging. Ursache seien der Wandel in der Autoindustrie und weniger Absatz in Europa, Amerika und Asien. Ob Arbeitsplätze gestrichen werden, ist laut Conti-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer noch nicht sicher. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern liefen aber bereits, sagte Schäfer laut NDR 1 Niedersachsen. Auch für das zweite Halbjahr erwartet Schäfer kein "Nachlassen des Gegenwindes", wie er weiter sagte.

Zollstreit hat Auswirkungen

Im Geschäft mit Antriebskomponenten gebe es derzeit eine geringere Nachfrage nach Technik für Verbrennungsmotoren. In dieser Sparte fahre Conti seine Investitionen unter anderem in Benzin- und Dieseleinspritzung zurück. Wegen intensiven Preisdrucks stehe zudem auch das Geschäft mit der Abgasnachbehandlung auf dem Prüfstand. Das Unternehmen überlege außerdem, Teile der Produktion in Exportmärkte zu verlagern. Die Autobauer seien wegen möglicher Handelsbeschränkungen zwischen den USA und der EU und wegen des Zollstreits zwischen den USA und China immer mehr veranlasst, ihre Standortstrategie zu überprüfen. "In der Folge würde das auch für uns gelten", sagte Schäfer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.08.2019 | 12:00 Uhr

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