Stand: 09.07.2020 16:13 Uhr

Bürgermeister wollen vier verkaufsoffene Sonntage

Zwei Menschen gehen mit vollen Einkaufstaschen durch die Stadt. © Picture Alliance Foto: Monika Skolimowska
Einkaufen an vier Sonntagen: Das fordern 16 Bürgermeister. (Themenbild)

Mehrere niedersächsische Oberbürgermeister warnen wegen der Corona-Pandemie vor massiven Folgen für den Einzelhandel. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, haben sie sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gewandt. Darin fordern die Oberbürgermeister das Land auf, schnell vier verkaufsoffene Sonntage bis zum Jahresende zu ermöglichen. Das Infektionsrisiko sowie die damit verbundenen schützenden Maßnahmen treffen den innerstädtischen Einzelhandel massiv, heißt in dem Schreiben. Zu den 16 Unterzeichnern zählen unter anderem die Oberbürgermeister von Hannover, Lüneburg, Osnabrück, Wolfsburg, Braunschweig, Celle und Hameln.

VIDEO: Oberbürgermeister fordern verkaufsoffene Sonntage (3 Min)

Einzelhandelsverband: Erst 60 Prozent Umsatz

Ein Gesetzentwurf müsse zügig auf den Weg gebracht werden, um dem Einzelhandel zu helfen. Die Umsätze der Einzelhändler liegen laut Einzelhandelsverband Harz-Heide erst bei 50 bis 60 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Bislang muss es immer einen besonderen Anlass, wie zum Beispiel ein Stadtfest für Sonntagsöffnungen geben. Dieser sei Corona-bedingt kaum möglich. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) steht dem Ganzen positiv gegenüber. Die Gewerkschaft ver.di lehnt die verkaufsoffenen Sonntage ohne Anlass strikt ab.

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Das Rathaus am Maschsee. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 09.07.2020 | 09:00 Uhr

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