Stand: 20.04.2018 21:37 Uhr

Al-Nusra-Prozess: Angeklagte schweigen

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Die drei Brüder sollen in Syrien eine Terrororganisation unterstützt haben.

Sie kamen als Flüchtlinge nach Deutschland und stehen nun wegen ihrer Vergangenheit in ihrer Heimat Syrien in Celle vor Gericht. Vor ihrer Flucht sollen die drei Brüder im Alter von 42 bis 51 Jahren die radikal-islamistische Al-Nusra-Front unterstützt haben. Die Anklage am Oberlandesgericht Celle wirft den Dreien vor, in ihrer Heimatstadt an der syrisch-türkischen Grenze die Vertreibung der kurdischen Bevölkerung sowie das gewaltsame Streben der Terrorgruppe nach einem Gottesstaat unterstützt zu haben. Zum Prozessauftakt am Freitag nahmen die Männer zu den Vorwürfen keine Stellung.

Haftstrafen bis zu zehn Jahren möglich

Für den Prozess im Hochsicherheitstrakt des Gerichts sind zunächst Verhandlungstage bis zum Jahresende terminiert. Den drei Brüdern werden die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, zwei von ihnen zudem Kriegsverbrechen. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Angeklagten wurden im Juni in Lübeck, Hamburg und dem nahegelegenen Seevetal gefasst. Ein vierter ebenfalls festgenommener 40 Jahre alter Bruder der drei erhängte sich in der Untersuchungshaft in Hamburg.

Weitere Informationen

Al Nusra: Terror-Prozess mit schwieriger Beweislage

In Celle stehen drei syrische Brüder vor Gericht. Sie sollen die Al-Nusra unterstützt haben. Die Beweislage ist schwierig: Laut NDR Recherchen gibt es kaum Fotos oder Videoaufnahmen. mehr

 

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 20.04.2018 | 18:00 Uhr

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