Stand: 09.01.2019 16:28 Uhr

AKW Grohnde - Streit um Reststrommengen

Das Atomkraftwerk Grohnde kann möglicherweise nicht wie vorgesehen bis Ende 2021 Strom produzieren. Die im Atomgesetz zugewiesene maximale Strommenge werde voraussichtlich in etwa drei Monaten erreicht, teilte der Betreiber PreussenElektra mit. Allerdings kann der Konzern Strommengen von anderen Kernkraftwerken nach Grohnde verlagern.

Werden Reststrommengen nach Grohnde verlagert?

"Wir verfügen noch über Reststrommengen von unseren eigenen stillgelegten Kernkraftwerken", sagte eine PreussenElektra-Sprecherin NDR 1 Niedersachsen. Diese würden etwa bis zum Herbst reichen. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass die Stadtwerke Bielefeld, die am AKW Grohnde beteiligt sind, dem Deal zustimmen.

Streit mit Vattenfall sorgt für Unsicherheit

Für die Zeit ab Herbst 2019 setzt PreussenElektra auf den Energiekonzern Vattenfall, mit dem es zurzeit jedoch Streit gibt. Gemeinsam mit dem schwedischen Energieriesen hat das hannoversche Unternehmen mehrere inzwischen stillgelegte Kernkraftwerke betrieben. PreussenElektra will von dort Reststrommengen übernehmen. Offenbar wird man sich aber beim Preis nicht einig. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen hofft PreussenElektra, einen Teil der Strommengen kostenfrei zu bekommen, weil das Unternehmen selbst an den Anlagen beteiligt ist. Es gelte juristische Fragen zu klären, heißt es dazu lediglich von PreussenElektra. Ein Sprecher des Landgerichtes Hamburg bestätigte dem NDR, dass PreussenElektra Vattenfall verklagt hat.

Weitere Informationen

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Am 1. Januar hat der Bund nach einem milliardenschweren Abkommen die Kosten für die End- und Zwischenlager von den Energiekonzernen übernommen. Auch am AKW Grohnde kündigen sich Änderungen an. (02.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.01.2019 | 16:00 Uhr

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