Stand: 26.04.2019 13:39 Uhr

A2: Autobahnpolizei registriert erneut mehr Tote

Die Zahl der tödlichen Unfälle auf dem niedersächsischen Abschnitt der A2 hat 2018 zugenommen. (Themenbild)

Auf dem rund 160 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn 2 (A2) sind nach Angaben der Autobahnpolizeikommissariate Braunschweig und Hannover sind 2018 mehr Menschen tödlich verunglückt. Insgesamt starben 24 Menschen nach Unfällen. 2017 hatte es laut der Autobahnpolizeikommissariate insgesamt zehn Tote nach Verkehrsunfällen auf der A2 gegeben. Im Bereich der Autobahnpolizei Hannover starben im vergangenen Jahr 15 Menschen. Im Abschnitt der Braunschweiger Autobahnpolizei verunglückten neun Menschen tödlich. 2017 waren vier, beziehungsweise sechs Menschen auf der A2 tödlich verunglückt. In der im März vorgestellten Verkehrsunfallstatistik hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zunächst von elf tödlich verunglückten Menschen gesprochen. Das Innenministerium hat seine Angaben inzwischen auf zehn Verkehrstote korrigiert.

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Weniger Unfälle, mehr Schäden

Wie die Autobahnpolizei Hannover mitteilte, habe es mehr Schäden bei insgesamt weniger Unfällen gegeben. 2018 zählte die Polizei 17 schwere Unfälle. 2017 hatte die Behörde noch 40 schwere Unfälle registriert. Insgesamt gab es im Bereich der Autobahnpolizei Hannover im vergangenen Jahr 2.318 Unfälle. 2017 waren es noch 2.458 Unfälle. Auch die Zahl der Lkw-Unfälle ging von 1.339 auf 1.200 zurück. Laut Polizei führten viele Baustellen zu vielen Auffahrunfällen. 2019 werde es weniger Baustellen geben. Deshalb erhoffe man sich eine Besserung, sagte ein Sprecher gegenüber NDR.de

Eklatanter Anstieg schwerer Unfälle

Nach Angaben der Polizei habe die Einrichtung von Baustellen ab Mitte des Jahres zu einem eklatanten Anstieg von schweren Lkw-Unfällen geführt. Allein dabei starben im Abschnitt der Braunschweiger Autobahnpolizei sieben Menschen. Die Polizei registrierte in ihrem Bereich 50 schwere Unfälle, 2017 waren es noch 38. Insgesamt wurden im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Braunschweig zwischen der Anschlussstelle Hämelerwald (Region Hannover) und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr 1.093 Verkehrsunfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Anstieg um 1,2 Prozent. 2017 gab es in dem Abschnitt 1.080 Unfälle. Die Zahl der Unfälle bei denen Menschen verunglückten stieg binnen eines Jahres deutlich von 116 auf 155 an. Der Anteil der Unfälle mit Lkw-Beteiligung stieg um 5,5 Prozent auf 617 Unfälle an. Als Unfall-Hauptursachen nannte die Polizei nicht ausreichenden Sicherheitsabstand (24,31 Prozent), Fehler beim Fahrstreifenwechsel (rund 18 Prozent) und nicht angepasste Geschwindigkeit (rund 8 Prozent).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.04.2019 | 14:00 Uhr

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