Stand: 04.05.2018 20:22 Uhr

600 Menschen setzen Zeichen beim "Kippa-Walk"

Bild vergrößern
Rund 600 Teilnehmer haben am Freitagnachmittag bei einem Kippa-Spaziergang durch Hannover ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.

Rund 600 Menschen haben sich am Freitagnachmittag in Hannover an einem "Kippa-Walk" beteiligt und damit gegen Judenfeindlichkeit demonstriert. Um ihre Solidarität zu zeigen, trugen auch Teilnehmer anderen Glaubens die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Nach Angaben des Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover, Kay Schweigmann-Greve, beteiligten sich Juden, Muslime, Christen sowie Vertreter der Gewerkschaften und Politik an dem Spaziergang.

Ein Mädchen trägt Kippa beim "Kippa-Walk".

"Kippa Walk" setzt Zeichen gegen Antisemitismus

Hallo Niedersachsen -

Fast 600 Menschen sind beim "Kippa-Walk" durch Hannover gezogen, um ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus abzugeben - denn Anfeindungen erlebt die jüdische Gemeinde häufig.

3,25 bei 16 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Spaziergang durch die Innenstadt

Die Teilnehmer hatten sich vor dem Neuen Rathaus getroffen und waren dann zum Holocaust-Mahnmal am Opernplatz in der Innenstadt gezogen. Dort war der von den Nationalsozialisten ermordeten Juden gedacht worden. Danach ging es weiter Richtung Steintor, wo unter anderem Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sprach.

Hintergrund: Angriff auf Israeli in Berlin

Antisemitismus gebe es auch in Hannover, sagte Schweigmann-Greve. Dagegen sollte der Spaziergang ein Zeichen setzen. Anders als in Berlin zählten die jüdischen Gemeinden bewusst nicht zu den Veranstaltern des Kippa-Spaziergangs. Es ergebe keinen Sinn, wenn sie sich selbst ihre Solidarität bekundeten, so Schweigmann-Greve. Das müssten schon andere übernehmen. Mitte April war in Berlin ein junger Israeli, der eine Kippa trug, angegriffen und antisemitisch beschimpft worden. Daraufhin gab es in mehreren deutschen Städten Demonstrationen und Solidaritätskundgebungen.

Weitere Informationen
03:32
Hallo Niedersachsen

Wie sicher sind Juden in Deutschland?

03.05.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Reporterin Anna Buch begleitet mit versteckten Kameras und einem Sicherheitsmann einen jungen jüdischen Mann durch Hannover: Rafael ist ausnahmsweise mit Kippa unterwegs. Video (03:32 min)

Antisemitismus: Woher kommt der Hass?

91 Prozent der Juden fühlen sich durch Anfeindungen stark belastet. So eine Studie von 2017. Aus welcher Richtung kommt der Hass, kommen die Vorurteile und Angriffe? (24.04.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 04.05.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

01:24
NDR//Aktuell

VW stellt Prämienprogramm für alte Diesel vor

18.10.2018 16:00 Uhr
NDR//Aktuell
03:28
Hallo Niedersachsen

800 Schafe - Richard Krogmann kennt sie alle

18.10.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
02:25
Hallo Niedersachsen

Verstoßen Klingelschilder gegen Datenschutz?

18.10.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen