Stand: 22.06.2020 19:20 Uhr

Zug fährt in Oberleitung: Lokführer schwer verletzt

Ein verunfallter Zug der Cantus-Bahn. © Bundespolizeiinspektion Kassel Foto: Bundespolizeiinspektion Kassel
Der Zug fing Feuer, als er die abgesackte Oberleitung erfasste.

Bei einem Zugunglück auf der Strecke zwischen Kassel und Göttingen sind am Montag zwei Menschen verletzt worden. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Nach Angaben der Bundespolizei hatte ein Vogel einen Kurzschluss ausgelöst, wodurch bei Niedergandern (Landkreis Göttingen) eine Oberleitung absackte. Ein Regionalzug des Unternehmens Cantus riss die Kabel daraufhin mit dem Stromabnehmer herunter. Die Leitung mit einer Spannung von 15.000 Volt Strom fiel auf den vorderen Zugteil, der sofort Feuer fing.

Lokführer wird schwer verletzt

Ein beschädigter Triebfahrzeugführerstand der Cantus-Bahn. © Bundespolizeiinspektion Kassel Foto: Bundespolizei
Die Kabine des Lokführers wurde durch Brand stark beschädigt.

Der 40-jährige Lokführer wurde mit schweren Brandverletzungen ins Göttinger Uniklinikum eingeliefert. Außerdem erlitt eine Frau einen Schock. Sie kam ebenfalls in eine Klinik. Die übrigen 40 Passagiere blieben unverletzt. Die Bahnstrecke musste für mehr als fünf Stunden gesperrt werden. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Die Höhe des Schadens ist noch unklar.

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Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 22.06.2020 | 17:00 Uhr

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