Stand: 24.07.2020 20:40 Uhr

Wieder Hoffnung für Harzer Metallbetriebe

Olaf Lies (SPD) im Interview. © NDR
Umweltminister Lies bemüht sich um eine Rettung der Unternehmen. (Archivbild)

Die Chancen auf einen Weiterbetrieb der Unternehmen Harz-Metall und Norzinco sind offenbar wieder gestiegen. Das Land Niedersachsen hat sich mit Stadt und Landkreis Goslar sowie den Unternehmen auf einen Vertrag zur Altlasten-Problematik verständigt. Das teilte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstagabend mit. Die Vereinbarung befreit mögliche Investoren von der Entsorgung der Altlasten an den Standorten. Den angeschlagenen Betrieben werden zudem drei weitere Monate für die Suche nach Investoren eingeräumt. Das Land verhandelt ebenfalls mit einem Interessenten.

200 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze

"Ein Erfolg dabei wäre nicht nur gut für die Beschäftigten, er wäre unter finanziellem Blickwinkel auch gut für das Land, das anderenfalls die Belastungen des Standorts alleine schultern müsste", sagte Lies. "Es waren wirklich schwierige Gespräche", betonte Goslars Landrat Thomas Brych (SPD). "Ich bin jedoch guter Hoffnung, dass wir mit diesem Ergebnis den gegenwärtigen Belangen der Beschäftigten sowie der Altlastenproblematik in Goslar und Clausthal-Zellerfeld gerecht werden können." Bei Harz-Metall und Norzinco sind mehr als 200 Arbeitsplätze gefährdet. Wie es mit dem ebenfalls insolventen Unternehmen PPM in Langelsheim mit rund 100 Beschäftigten weitergeht, ist noch offen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 24.07.2020 | 06:30 Uhr

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