Stephan Weil (SPD) spricht bei einer Informationsveranstaltung des Betriebsrats auf dem Gelände des MAN-Konzerns in Salzgitter. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen

Weil drängt auf Erhalt des MAN-Standorts in Salzgitter

Stand: 12.10.2020 17:14 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat den Beschäftigten am bedrohten MAN-Standort Salzgitter den Rücken gestärkt.

Der zum VW-Konzern gehörende Lkw-Hersteller müsse eine "gute Perspektive" für eine Produktion in Salzgitter bieten, sagte Weil bei einem Besuch am Montag. "Das muss eine Industrieproduktion weiterhin sein, die hier stattfindet", sagte Weil, der auf Einladung des Betriebsrates auf einer Kundgebung vor den Toren des Unternehmens vor mehr als 1.000-MAN-Beschäftigten sprach.

Weil: "Sehr schnell" Gespräche zwischen beiden Seiten

Nach seinem Auftritt zog sich Weil mit dem Betriebsrat und Mitgliedern der MAN-Geschäftsführung zurück, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Der Betriebsrat wollte sich weder während der Kundgebung noch nach dem Gespräch äußern. Weil attestierte beiden Seiten im Anschluss "guten Willen". Die Gespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sollen "sehr schnell" aufgenommen werden, kündigte er an.

Der Lkw- und Bushersteller MAN hatte im September angekündigt, weltweit bis zu 9.500 Stellen zu streichen. Aus Sicht der IG Metall sind in dem Werk in Salzgitter etwa 1.400 Stellen in Gefahr. Weil gehört als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen zum Aufsichtsrat des Mutterkonzerns. Durch eine Sperrminorität kann das Land in alle wichtigen Entscheidungen der Volkswagen AG mit einem Vetorecht eingreifen.

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Hallo Niedersachsen | 12.10.2020 | 19:30 Uhr

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