Stand: 24.03.2016 13:36 Uhr  | Archiv

Abgas-Skandal: Verzögerungen bei VW-Rückruf

Bild vergrößern
Der Rückruf der manipulierten VW-Fahrzeuge verzögert sich wegen fehlender Freigaben des Kraftfahrtbundesamtes. (Archivbild)

Die nächste große Rückrufwelle von Diesel-Fahrzeugen im Rahmen des Abgas-Skandals bei Volkswagen verzögert sich weiter. "Die Gespräche und Messungen werden nach Ostern fortgesetzt", sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. VW wartet bereits seit knapp vier Wochen auf die Freigabe des Rückrufs durch das zuständige Kraftfahrtbundesamt (KBA). Trotz zahlreicher Nachprüfungen hat die Behörde diese bisher verweigert. Zu den genauen Gründen gab es bisher keine Auskünfte. Die Aktion umfasst in Deutschland neben rund 160.000 VW Passat auch knapp 90.000 Fahrzeuge von Audi und Skoda. Eigentlich sollten die Autos bereits ab dem 29. Februar mit einer neuen Motorsteuerungs-Software ausgestattet werden.

Probleme bei den Verbrauchswerten?

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mögliche höhere Kraftstoff-Verbrauchswerte für die Verzögerungen beim Rückrufplan für den Passat verantwortlich sein. Grundsätzlich dürften sich die Eigenschaften des Fahrzeugs mit dem Update der Motorsoftware nicht ändern. Selbst ein minimal höherer Verbrauchswert würde als nicht zulässig gelten, weil bei den Nachrüstungen eine "Null-Toleranz-Linie" gilt.

VW-Rückruf: Amarok im vorher-nachher-Vergleich

Neue Software bisher nur beim Amarok

Insgesamt sollen in Deutschland bis zum Jahresende rund 2,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern in die Werkstätten geholt werden. Im ersten Quartal konnte aber lediglich bei rund 8.500 Exemplaren des VW Amarok die neue Software im Motorsteuergerät aufgespielt werden. Das Pick-up-Modell hatte den Auftakt für den größten Rückruf in der Konzerngeschichte gemacht.

Weitere Informationen

Abgas-Skandal: VW erhält Aufschub in den USA

In den USA läuft für Volkswagen heute im Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte ein Ultimatum ab. Der Anwalt von VW hat eine Verlängerung der Frist um 14 Tage beantragt. (24.03.2016) mehr

VW ruft 800.000 weitere Autos zurück

Volkswagen und seine Tochter Porsche rufen rund 800.000 Toureg- und Cayenne-Fahrzeuge wegen möglicher Sicherheitsprobleme in die Werkstätten. Das hat VW am Donnerstag mitgeteilt. (24.03.2016) mehr

Elektrikprobleme - VW ruft 177.000 Passat zurück

Wegen Problemen mit der Zentralelektrik müssen weltweit etwa 177.000 Modelle des VW-Passat in die Werkstatt. In Deutschland sind nach Angaben von VW rund 63.000 Fahrzeuge betroffen. (24.03.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.03.2016 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

02:02
Hallo Niedersachsen
06:04
Hallo Niedersachsen
03:37
Hallo Niedersachsen

Die Glöckner von YouTube

Hallo Niedersachsen