Stand: 01.07.2020 14:18 Uhr

VW stoppt Pläne für neues Werk in der Türkei

Teile eines VW-Passats werden in einer Produktionsstraße im Volkswagen Werk Emden von Robotern zusammengefügt. © dpa/picture-alliance Foto: Jörg Sarbach
Volswagen verzichtet auf den Bau eines Werks in der Türkei. (Themenbild)

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat seine Pläne für ein neues Werk in der Türkei gestoppt. "Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage", erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg. Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war eigentlich so gut wie beschlossen, hatte aber zuletzt auf Eis gelegen. Über die Absage hatte zuvor auch das Fachblatt "Automobilwoche" berichtet. In dem Werk nahe der Millionenstadt sollten rund 4.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Entscheidung mehrfach verschoben

Volkswagen hatte zunächst bis zum Jahresende 2019/2020 eine Entscheidung treffen wollen. Mehrfach hatte es geheißen, man sei in "finalen" Gesprächen. Das Unternehmen gründete auch bereits eine türkische Tochtergesellschaft. Die bereits im Handelsregister eingetragene Firma wurde mit einem Kapital von umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar ausgestattet. Nach der Kritik an der türkischen Politik in Nordsyrien sowie der Menschenrechtslage in der Türkei selbst hatte sich der Wolfsburger Konzern zurückhaltender gezeigt.

Fahrzeugprojekte sollen in bestehenden Werken vom Band laufen

Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten sei aus heutiger Sicht aber nicht notwendig, sagte ein Konzernsprecher. Unter den Bedingungen vor der Corona-Pandemie sollte vor allem in Osteuropa und im Nahen Osten künftiges Wachstum bedient werden. Vor der Krise wollte Volkswagen neue Kapazitäten für den Passat und den Skoda Superb der Schwestermarke Skoda schaffen. Bis zu 300.000 Autos sollten in einem neuen Mehrmarkenwerk jährlich vom Band rollen. Jetzt sollen alle geplanten Fahrzeugprojekte an Produktionsstätten innerhalb des bestehenden Verbundes gefertigt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.07.2020 | 14:00 Uhr

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