Ein VW-Mitarbeiter mit einem Mund- und Nasenschutz steht in der Produktion neben einem Auto im Werk in Wolfsburg. © picture alliance/dpa Foto: Swen Pförtner

VW-Haustarif: Beschäftigte bekommen 2,3 Prozent mehr Geld

Stand: 14.04.2021 10:59 Uhr

Volkswagen hat sich mit der IG Metall auf einen neuen Haustarifvertrag geeinigt. Danach erhalten 120.000 Beschäftigte in den sechs westdeutschen Werken ab Januar 2022 2,3 Prozent mehr Geld.

Das Gehaltsplus ist nicht die einzige Verabredung, die der Wolfsburger Autobauer am Dienstag mit der Gewerkschaft getroffen hat. So sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Standorten Hannover, Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Emden und Kassel (Hessen) im Juni eine einmalige Corona-Beihilfe in Höhe von 1.000 Euro sowie einmalig 150 Euro für die betriebliche Altersvorsorge erhalten. Bei Auszubildenden beträgt die Corona-Beihilfe 600 Euro. Außerdem wurde in der fünften Verhandlungsrunde vereinbart, die 1.400 jährlichen Ausbildungsplätze bis 2025 fortzuschreiben. Die Laufzeit des Tarifvertrags ist bis November 2022 angelegt.

Konzern und Gewerkschaft loben Abschluss

"Letztendlich waren und sind es die Beschäftigten bei Volkswagen, die in der Krise dafür sorgen, dass Volkswagen verhältnismäßig gut durch diese Situation kommt", sagte Thorsten Gröger, Verhandlungsführer der IG Metall. Er bezeichnete den Abschluss als "starkes Ergebnis in schwierigen Zeiten". VW-Verhandlungsführer Arne Meiswinkel sagte: "Wir haben einen Tarifabschluss mit Augenmaß und Vernunft erzielt, der dem besonders herausfordernden Umfeld seit dem Beginn der Pandemie gerecht wird." Die Corona-Beihilfe bezeichnete er als Wertschätzung für das Engagement der Mitarbeiter unter Pandemie-Bedingungen.

Warnstreiks machen Druck

Die IG Metall hatte jüngst ein erstes Angebot in der vierten Verhandlungsrunde noch abgelehnt. Der Druck für einen möglichst baldigen Abschluss war zuletzt gewachsen, nachdem die Tarifpartner am Freitag im VW-Stammland Niedersachsen nach ebenfalls langwierigen Beratungen ein Ergebnis für die Betriebe im Flächenbezirk vereinbart hatten. Sowohl dort als auch an mehreren Standorten des größten europäischen Autobauers war es zuvor zu Warnstreiks gekommen.

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Hallo Niedersachsen | 13.04.2021 | 19:30 Uhr

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