Stand: 15.06.2017 20:55 Uhr

Polizist will Beförderung - durch Erpressung

Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen einen inzwischen pensionierten Polizeibeamten wegen versuchter Nötigung und versuchter Erpressung. Der 63-Jährige habe die Polizeidirektion Göttingen und das niedersächsische Innenministerium erpressen wollen, so Oberstaatsanwalt Andreas Buick. Mit kriminellen Methoden soll er versucht haben, seine nachträgliche Beförderung zum Hauptkommissar zu erzwingen.

Druckmittel für Beförderung

Bei einer Hausdurchsuchung in den Privaträumen des Pensionärs fanden die Ermittler vertrauliche Dienstunterlagen. Die habe der Polizist möglicherweise als Druckmittel für eine Beförderung einsetzen wollen, die ihm gar nicht zustand. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er gedroht haben, vertrauliche Unterlagen des Staatsschutzkommissariats zu veröffentlichen, sollte er nicht rückwirkend auf den Dienstposten eines Kriminalhauptkommissars befördert werden.

Karteikarten und E-Mail-Ausdrucke

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich bei den Unterlagen um Karteikarten und Ausdrucke von Mails sowie um Fotos von Personen, die nach Einschätzung der Polizei Straftätern aus der linken Szene nahe stehen. Der ehemalige Polizist hat sich bislang zu den Vorwürfen nicht geäußert. Die Ermittlungen dauern an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.06.2017 | 17:00 Uhr

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