Stand: 07.06.2018 12:16 Uhr

Erfinderpreis für Göttinger MRT-Forscher Frahm

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Jens Frahms Kolleginnen und Kollegen verfolgen die Preisverleihung am Bildschirm.

Der Max-Planck-Forscher Jens Frahm hat in Paris den Europäischen Erfinderpreis gewonnen. Frahm wurde für seine bahnbrechenden Weiterentwicklungen der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) nominiert. Er war einer von drei Finalisten im Bereich Forschung.

Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Innovationen in Europa und wird seit 2006 jährlich durch das Europäische Patentamt verliehen. Dass dies eine hohe Auszeichnung ist, zeigt sich am Beispiel von Stefan Hell: Der Kollege von Frahm war 2008 für sein Lebenswerk nominiert worden. Hell gewann am Ende zwar nicht den Erfinderpreis, erhielt aber 2014 den Nobelpreis.

MRT dank Frahm in Echtzeit möglich

Die Magnetresonanz-Tomografie ermöglicht Bilder aus dem Inneren des Körpers ohne gefährliche Röntgen-Strahlen. Frahm hat die Technik in zwei Schritten verbessert. Dank seiner Forschung ist es mittlerweile möglich, in Echtzeit zu sehen, wie zum Beispiel das Herz im Brustkorb schlägt oder wie sich die Zunge beim Sprechen bewegt. Außerdem reduzieren sich die Messzeiten für die Patienten drastisch von mehreren Stunden auf wenige Minuten. Die Echtzeit-MRT wird bereits an der Uni-Klinik Göttingen sowie in den USA und Großbritannien für den routinemäßigen Einsatz am Patienten getestet.

Weitere Informationen

Mit Live-Aufnahmen aus dem Körper zum Erfinderpreis?

Seine Erfindung macht bewegte MRT-Bilder in Echtzeit möglich - dafür ist der Göttinger Wissenschaftler Jens Frahm für den Europäischen Erfinderpreis nominiert. Die Verleihung ist im Juni. (25.04.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.06.2018 | 14:30 Uhr

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