Stand: 11.08.2018 14:44 Uhr

Jägermeister geht gegen Nazi-Onlineshop vor

Der Spirituosenhersteller Jägermeister aus Wolfenbüttel wehrt sich gegen den Betreiber eines Online-Shops, der Nazi-Devotionalien vertrieben haben soll. Der Grund: Im Angebot des Shops fand sich ein Likör mit dem Namen "Reichs Jägermeister". Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" hatte die Zeitung selbst den Hersteller auf den Likör hingewiesen. Der sah daraufhin eine Markenrechtsverletzung und leitete rechtliche Schritte ein.

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Das Erste: Panorama

AfD-Spitzenkandidat handelt mit Hakenkreuzen

22.09.2016 21:45 Uhr
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Handel mit Nazi-Orden und sogenanntem Lagergeld aus Theresienstadt - für den AfD-Spitzenkandidaten im Saarland, Müller, offenbar kein Problem. Nun hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Video (04:06 min)

Hakenkreuz im Hirschgeweih

"Neben der vorliegenden Markenrechtsverletzung (umfasst Nennung des Namens und eine 'Nähe' zum Hubertushirschkopf mit Kreuz im Logo), werden wir umfangreichere Rechtsverstöße prüfen", so eine Sprecherin des Unternehmens zur "Berliner Morgenpost". Dem Bericht zufolge findet sich auf dem Etikett der "Reichs Jägermeister"-Flaschen ein Hirschgeweih, in dessen Mitte ein Hakenkreuz zu sehen ist. Den Titel "Reichsjägermeister" trug im Nationalsozialismus Hermann Göring.

Betreiber verkauft SS-Bettwäsche

Wie der rbb zuvor berichtet hatte, waren Ermittler aus Brandenburg dem Betreiber des Shops auf die Spur gekommen. In dem Shop waren unter anderem Erdnüsse angeboten worden, auf deren Dosen der Schriftzug Zyklon B zu lesen war. Das Giftgas war von den Nationalsozialisten zum Massenmord eingesetzt worden. Außerdem gab es Bettwäsche mit SS-Runen zu kaufen. "Wir ermitteln gegen einen Mann wegen des Verdachts der Volksverhetzung und anderer Delikte", sagte Wilfried Lehmann, Leitender Oberstaatsanwalt in Neuruppin dem rbb.

Dem Bericht zufolge soll der Mann die Ware von Spanien nach Deutschland verschickt haben. Offenbar nicht zum ersten Mal: Bereits 2009 war gegen den Mann verhandelt worden. Auch damals ging es um den Online-Handel mit Nazi-Devotionalien. Damals hatte sich der Mann beispielsweise durch Krankmeldungen aus Spanien dem Verfahren entziehen wollen. Ein Urteil gibt es bislang nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.08.2018 | 13:00 Uhr

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