Stand: 21.05.2018 10:53 Uhr

Goslar: Streit um Sanierung der Kaiserpfalz

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Imposant, aber teuer im Unterhalt: Die Kaiserpfalz in Goslar.

Zwischen der Stadt Goslar und dem Land Niedersachsen gibt es Streit um das Wahrzeichen der Stadt: die Kaiserpfalz. Die hat die Stadt vom Land nur gepachtet, allerdings - so steht es in den Verträgen - ist sie auch dafür zuständig, das knapp 1.000 Jahre alte Gemäuer in Schuss zu halten. Das geht ins Geld: Rund fünf bis sechs Millionen Euro dürften in den nächsten Jahren fällig werden, schätzt die Stadt laut einem Bericht von NDR 1 Niedersachsen. Es müssten eine neue Heizungsanlage eingebaut, Fassaden und Dächer instand gesetzt und die überdimensional großen Wandgemälde restauriert werden.

Stadt und Land suchen gemeinsam eine Lösung

Geld ist dafür im knappen Goslarer Haushalt bisher nicht vorgesehen. Eigentum verpflichtet, ist deshalb die Haltung von Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU). Er wünscht sich, dass sich das Land an den Kosten beteiligen soll. Doch das zuständige Finanzministerium lehnt das ab: Der bestehende Pachtvertrag sehe keine Zuschüsse durch das Land vor. Dennoch suchen Land und Stadt gemeinsam nach einer Lösung. Denkbar für beide Seiten wäre, dass die Stadt die Kaiserpfalz unentgeltlich übernimmt. Nach Angaben von Oberbürgermeister Junk sei dafür Voraussetzung, dass sich das Land auf Dauer an den Instandhaltungskosten beteiligt. Ob und wann es einen Kompromiss geben wird, ist noch offen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.05.2018 | 10:00 Uhr

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