Stand: 20.10.2017 14:52 Uhr

GdP fordert hohe Strafen für "Reichsbürgerinnen"

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GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff fordert eine harte Bestrafung für zwei "Reichsbürgerinnen"aus dem Südharz.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hofft auf eine harte Strafe gegen zwei sogenannte Reichsbürgerinnen, die derzeit in Herzberg am Harz vor Gericht stehen. "Angriffe auf Polizisten können nicht geduldet werden", sagte der Landesvorsitzende Dietmar Schilff laut einer Pressemitteilung. "Die Gefahr, die von selbsternannten Reichsbürgern ausgeht, darf weiterhin nicht unterschätzt werden", ergänzte der Landesvorsitzende der GdP. "Wenn Personen die deutschen Gesetze nicht anerkennen, fehlt ihnen auch der Respekt vor Polizistinnen und Polizisten." Deshalb müssten die Beamten mit allen Mitteln geschützt werden.

Amtshilfe für Schornsteinfeger

Die Anklage wirft den 30 und 68 Jahre alten Frauen aus dem Landkreis Göttingen unter anderem gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Die 30-Jährige soll im Juni 2015 einen Polizisten mit Säure angegriffen haben. Auch ihre 68-jährige Mutter soll einen Beamten attackiert haben. Ein Mitarbeiter des Landkreises sei an Gesicht und Augen verletzt worden. Der Polizist und sein Kollege hatte einem Schornsteinfeger Amtshilfe geleistet, weil die Frauen die vorgeschriebene Feuerstättenschau in ihrem Haus in Barbis im Südharz verweigert hatten.

Binde- und Hornhaut des Polizisten waren beschädigt

Der Polizist wurde nach notärztlicher Versorgung mit einem Rettungswagen ins Uni-Klinikum gebracht. Sowohl die Binde- als auch die Hornhaut waren beschädigt. "Hier müsste das Gericht eigentlich von einem schweren Fall ausgehen", so Gewerkschafter Schilff weiter. Für den Kollegen habe bei dem Einsatz die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bestanden. Das Urteil des Amtsgerichts wird am Dienstag erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.10.2017 | 08:00 Uhr

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