Stand: 12.05.2020 15:28 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Erste Hinweise zu Findelkind in Wolfenbüttel

Ein Gartenhaus im Grünen. © aktuell24
In Wolfenbüttel ist am Montagmorgen ein Säugling in einer Holzhütte gefunden worden.

Wer ist die Mutter eines in Wolfenbüttel ausgesetzten Babys? Im Zuge der Ermittlungen haben sich jetzt Anwohner bei der Polizei gemeldet, die eine unbekannte Person auf dem Video einer privaten Videoüberwachungsanlage gesehen haben. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Den Angaben zufolge passierte die Person mit einem Bündel vor dem Bauch den Bereich der Videoanlage gegen 4 Uhr in der Nacht zu Montag. Wenige Minuten später sei sie aus der entgegengesetzten Richtung gekommen. Laut Polizei könnte es sich um die Mutter selbst oder um eine andere Person aus ihrem Umfeld handeln. Anwohner hatten den vermutlich erst wenige Stunden alten Jungen am Montagmorgen in ihrem Gartenhaus in der Straße Am Pfingstanger gefunden. Dem Säugling geht es laut Polizei gut.

Polizei sucht nach Hinweisen zur Decke

Die Polizei Wolfenbüttel und die Staatsanwaltschaft Braunschweig suchen nun weitere Hinweise zu der Person. Mutmaßlich handele es sich um eine Frau, die mit einer langen Hose, einer längeren mantelähnlichen Jacke mit Kapuze und Sportschuhen der Marke "adidas" bekleidet gewesen sei. Laut Polizei bereiten Spezialisten das Video auf, um es möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt zu veröffentlichen. Die Polizei ruft Zeugen auf, sich unter der Telefonnummer (05331) 9330 zu melden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Aussetzung des Neugeborenen.

Ein Pfeil weist auf ein verschmortes Etikett an einer braunen Wolldecke hin. © Polizei Salzgitter
Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf den Besitzer dieser braunen Decke mit einem verschmorten Etikett geben können.
Kind in der Nacht zur Welt gekommen

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass das Kind in der Nacht zu Montag auf die Welt gekommen ist und nach 3 Uhr in dem Holzhäuschen abgelegt wurde. Das Neugeborene ist laut Ermittlern 55 Zentimeter groß, hat dunkelblondes Haar, ein europäisches Erscheinungsbild und helle Haut. Es war in eine auffällige braune, 150 mal 200 Zentimeter große Decke mit verschmortem Etikett gewickelt. Ein Foto dieser Decke hat die Polizei veröffentlicht.

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Das Projekt "Notruf Mirjam" hat seit der Gründung 2001 vielen Schwangeren und Frauen in Notasituation geholfen. extern

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.05.2020 | 13:30 Uhr

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