Stand: 21.08.2020 11:56 Uhr

Endlagersuche: Gorleben schaut auf 28. September

Vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben stehen mehrere Zaunpfähle. © dpa-Bildfunk Foto:  Philipp Schulze
Noch ist Gorleben bei der Endlagersuche eine Option. Am 28. September entscheidet sich, ob der Salzstock geeignet ist oder nicht. (Themenbild)

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) will auf der Suche nach einem Atommüll-Endlager den sogenannten "Zwischenbericht Teilgebiete" früher als geplant veröffentlichen. Die Gesellschaft teilte am Freitag mit, dass sie die für ein Endlager für hochradioaktives Material infrage kommenden Regionen am 28. September benennen werde. Für jedes Teilgebiet werde es einen Steckbrief geben. Zudem wolle die BGE die Kriterien für das Ausschlussverfahren der geologischen Eignung, wie etwa Erdbeben-Aktivität, Vulkanismus, Wasserzuflüsse oder frühere bergbauliche Tätigkeiten, transparent darstellen. Bislang ist der Salzstock in Gorleben Teil des Prüfverfahrens. Kritiker halten den Standort im Landkreis Lüchow-Dannenberg für geologisch ungeeignet.

Bericht wird im Oktober in Kassel diskutiert

Am 17. und 18. Oktober wird der Bericht auf der "Fachkonferenz Teilgebiete" in Kassel erstmals öffentlich diskutiert. Dem Standortauswahlgesetz zufolge können Vertreter von Kommunen und Landkreisen, Wissenschaftler sowie Bürgerinnen und Bürger an dem Treffen teilnehmen und Beratungsergebnisse erarbeiten. Die BGE soll diese Empfehlungen berücksichtigen. Zwei weitere Konferenzen sollen folgen. Deutschland steigt Ende 2022 aus der Atomkraft aus. Bis 2031 soll die Entscheidung für einen Standort für hochradioaktiven Müll gefallen sein, 2050 die Lagerung beginnen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 21.08.2020 | 13:30 Uhr

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