Stand: 19.06.2018 15:53 Uhr

Eichenprozessionsspinner sind auf dem Vormarsch

In mehreren niedersächsischen Regionen wird derzeit vor der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners gewarnt. Der Landkreis Gifhorn teilte mit, dass die Gemeinden Rühen und Parsau besonders stark betroffen seien. Auch die Stadt Braunschweig weist daraufhin, dass in diesem Jahr mit einem verstärkten Befall von Eichen mit den Raupen zu rechnen sei. In Wolfsburg wird der Eichenprozessionsspinner ebenfalls häufiger als in den Vorjahren beobachtet. Nach Angaben des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig können die Brennhaare der Tiere bei Wind abbrechen und sich über die Luft verbreiten. Eine Bekämpfung sei sehr schwierig.

Hunderte Eichenprozessionsspinner an einem Baumstamm.

Eichenprozessionsspinner wird zur Gefahr

Hallo Niedersachsen -

Die giftigen Härchen des Eichenprozessionsspinners, der sich im Landkreis Gifhorn stark ausbreitet, sorgen bei vielen Menschen für Hautausschlag und allergische Reaktionen.

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Gifthärchen fliegen durch die Luft

Die feinen Gifthärchen der kleinen Tierchen können bei Kontakt zu Hautjucken, Atemnot oder gar einem allergischen Schock führen. "Wir beobachten das seit drei Jahren, so extrem wie dieses Jahr war es noch nicht", sagt Ärztin Haike Eckelmann aus Rühen. Seit etwa drei bis vier Wochen kämen Patienten mit Symptomen, die auf die Raupen hinweisen. Am Tag seien in dieser Zeit zwischen 15 und 25 Patienten - Kinder und Erwachsene - zu ihr gekommen. Gegen die Beschwerden lasse sich außer Kühlen und im Ernstfall dem Einreiben mit einer Kortisonsalbe aber nichts tun.

Weitere Informationen

Eichenprozessionsspinner: Plage für Mensch und Wald

Sobald die Temperaturen steigen, ist er wieder da: der Eichenprozessionsspinner. Seit Jahren breitet sich die Raupe immer weiter aus. Auch für Menschen kann der Kontakt unangenehm werden. mehr

Klimaerwärmung begünstigt Ausbreitung

Im Landkreis Peine wurden bereits Raupen durch eine Fachfirma von den befallenen Eichenbäumen gesaugt. Entsprechende Warnschilder bleiben aber zunächst hängen. Begünstigt durch die Klimaerwärmung hat sich der Eichenprozessionsspinner zuletzt in den Wäldern Niedersachsens immer weiter ausgebreitet. Die warmen Temperaturen in den vergangenen Wochen haben dies offenbar noch verstärkt. Ihre Namen haben die Raupen bekommen, weil sie sich auf der Suche nach den Eichenblättern hinter- oder nebeneinander her bewegen und so eine Art Prozession bilden.

Nicht verwechseln mit der Gespinstmotte

Nicht zu verwechseln sind die Tiere übrigens mit der Gespinstmotte, auch wenn sich der Befall auf den ersten Blick ähneln mag. Die Raupen der Motte weben in Äste und Zweige feine, weiße Fäden ein. Die Gebilde und die Tiere sind jedoch für den Menschen ungefährlich. Die Fäden schützen sie vor Feinden und ungünstiger Witterung. Im Innern der Gespinste fressen die Raupen die Blätter der Bäume ab.

In einer früheren Fassung des Textes hieß es, die Tiere würde sich über die Luft verbreiten. Tatsächlich geht es aber um die Brennhaare der Raupen, die bei Wind abbrechen und über die Luft verbreitet werden. Wir bitten, diese Ungenauigkeit zu entschuldigen.

 

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 04.06.2018 | 18:00 Uhr

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