Stand: 19.05.2017 15:15 Uhr

Betrugsverdacht: Bestatterin schweigt im Prozess

Eine Bestatterin aus Salzgitter steht seit Freitag vor dem Landgericht Braunschweig. Sie ist angeklagt, weil sie Hinterbliebenen Särge zum Preis von 430 bis 600 Euro verkauft haben soll - soweit nichts Ungewöhnliches. Doch laut Anklage sollen die Kosten für die Särge bereits in einer sogenannten Einäscherungspauschale enthalten gewesen sein. Das soll die Frau den Kunden verschwiegen haben. Auch vor Gericht schwieg die 41-Jährige und äußerte sich zum Auftakt nicht zu den Vorwürfen.

Gewinn von 130.000 Euro?

Das Krematorium hatte für einen Sarg lediglich 65 Euro veranschlagt. Die Differenz soll die Unternehmerin laut Anklage behalten haben. In etwa zwei Jahren sei so ein Gewinn von mehr als 130.000 Euro zusammengekommen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten gewerbsmäßigen Betrug in insgesamt 265 Fällen vor. Ein zweiter Verhandlungstermin ist für Ende Mai angesetzt.

Weitere Informationen

Betrug im Bestattungsinstitut in Wilhelmshaven?

Rechnungen für Beisetzungen, die gar nicht ausgeführt wurden? Das ist der Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft einem Bestattungsinstitut aus Wilhelmshaven macht. (26.01.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 19.05.2017 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

02:43

Pestizide in zahlreichen Biersorten entdeckt

22.09.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen