Stand: 17.05.2019 10:47 Uhr

Bei VW in Emden soll Elektro-SUV vom Band rollen

Kehrtwende für den VW-Standort Emden: In dem Werk soll künftig ein Elektro-SUV vom Band rollen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Volkswagen hatte eigentlich vorgesehen, an dem Standort einen Elektro-Kleinwagen zu produzieren. Die Kehrtwende haben Konzernkreise inzwischen bestätigt. Unterdessen begrüßte die IG Metall den Schritt. Der SUV sei begehrter und hochwertiger, hieß es. Ein Gewerkschaftssprecher kritisierte aber, daß Volkswagen seine ursprünglichen Pläne schon nach wenigen Wochen wieder ändere. Das wirke bei der aktuellen Verunsicherung der Mitarbeiter nicht gerade seriös, so der IG-Metall-Sprecher.

Lohnkosten rechnen sich offenbar nicht

Zunächst hatte das "Handelsblatt" über die Änderung der Pläne berichtet. Der Aufsichtsrat des Autoherstellers habe jüngst entschieden, dass das Modell nun wahrscheinlich im slowakischen Bratislava gefertigt werden solle. Als Grund für die Entscheidung werden die zu hohen Lohnkosten genannt: Bei einem angestrebten Verkaufspreis von 20.000 Euro pro Wagen würde sich die Produktion in Deutschland nicht rechnen.

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Sonderschichten in Emden

Der SUV mit Elektroantrieb sollte eigentlich im Werk im sächsischen Zwickau vom Band rollen. Dort ist man allerdings mit der Produktion der Elektro-Modellfamilie ID bereits ausgelastet. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass das VW-Werk in Emden bis zu den Sommerferien Sonderschichten fährt. Grund sei, dass die Modelle Passat und Arteon wieder etwas stärker nachgefragt würden, sagte ein Sprecher.

Eine Milliarde Euro für Umbau

Ab 2022 sollen in Emden nach und nach keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden. Bis 2025 soll der Umstieg abgeschlossen sein. Dann sollen in Ostfriesland jedes Jahr 300.000 Elektroautos gefertigt werden. Dafür will der Konzern mehr als eine Milliarde Euro in den Umbau des Werkes investieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 16.05.2019 | 06:30 Uhr

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