Stand: 26.04.2019 08:04 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

B83: Schäden an Felswand schlimmer als erwartet

Eine Luftaufnahme von einem Steilhang an der B83 zwischen Bodenwerder und Holzminden. © NDR
Teile der Steilwand oberhalb der B83 könnten auf die Straße stürzen. (Archivbild)

Die B83 ist eine der Hauptverkehrsadern im Weserbergland. Seit einem Jahr jedoch ist die Bundesstraße in Steinmühle bei Bodenwerder im Landkreis Holzminden gesperrt. Von einer Steilwand könnten Felsen auf die Straße stürzen. Erste Arbeiten, um die Felsen zu sichern, hat es bereits gegeben. Einzelne sehr gefährliche Felsen wurden mit Netzen gesichert. Die Planungen für umfangreiche Maßnahmen laufen parallel. Ein Fachunternehmen für alpine Felssicherung ist vor Ort tätig. Dessen Geschäftsführer Jürgen Unger-Temmes sagte nun NDR1 Niedersachsen: Das Ausmaß der Schäden ist viel größer als erwartet. Es sei erstaunlich, dass an dieser Straße nicht schon in den vergangenen Jahren etwas passiert sei.

Keine halbseitige Öffnung möglich

Von der Steilwand hätten sich bis zu 15 Meter hoch einzelne Felstürme gelöst. Die bis zu 250 Tonnen schweren Brocken stünden im wahrsten Sinne des Wortes auf tönernen Füßen: "Die einzelnen Türme, die wir hier haben, sind rückwärtig komplett abgelöst. Die Basis wittert weg", sagte Unger-Temmes. Der von Tausenden Bürgern geforderten halbseitigen Öffnung der Bundesstraße erteilt der Geologe eine Absage. Und auch die vom Land Niedersachsen regulär geplante Freigabe Ende 2020 sei nicht gesichert. Das sei nur möglich, sagte Unger-Temmes, wenn alle Beteiligten optimal zusammenarbeiten.

Karte: Ab 18. Mai 2018 gesperrt: B 83 bei Steinmühle
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.04.2019 | 06:30 Uhr

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