Stand: 21.07.2020 11:18 Uhr

Automatensprengungen: Tatverdächtige festgenommen

Ein Geldautomat ist nach einer Sprengung zerstört. © NDR Foto: Thorsten Hapke
Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Braunschweig sind zwei mutmaßliche Geldautomatenknacker festgenommen worden. (Themenbild)

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat am Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig zwei Tatverdächtige in Gifhorn und Salzgitter wegen des Verdachts der Herbeiführung von Sprengstoff-Explosionen, des schweren Bandendiebstahls und anderer Straftaten festgenommen. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, im Zeitraum von August 2018 bis März 2020 mehrere Geldautomaten in Bayern, Bremen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein gesprengt zu haben. Die Verdächtigen sollen bei den Taten mehr als eine Million Euro erbeutet haben.

Fünf Objekte durchsucht

Der Sachschaden, der durch die Sprengungen entstanden ist, lässt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig noch nicht beziffern. Im Großraum Braunschweig/Salzgitter seien fünf Objekte durchsucht worden. Bei den Maßnahmen seien sowohl Kräfte des BKA und der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig als auch Spezialkräfte der Bundespolizei zum Einsatz gekommen, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Schwerpunkt der Taten liegt in Niedersachsen, weshalb die Staatsanwaltschaft Braunschweig die zentrale Ermittlungsführung übernahm.

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Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten 2019

Das Bundeslagebild des Bundeskriminalamt (BKA) zu den Angriffen auf Geldautomaten im Jahr 2019 Download (1020 KB)

Jährlich Millionenschäden

Pro Jahr entsteht laut BKA durch die Sprengung von Geldautomaten ein Beuteschaden von mehreren Millionen Euro. Die durchschnittliche Beutesumme pro Sprengung lag im Jahr 2019 bei rund 107.000 Euro. Hinzu kommen Sachschäden, die die Beuteschäden in den meisten Fällen weit übersteigen. Darüber hinaus gehe von diesen Taten eine große Gefahr für unbeteiligte Dritte aus, so das BKA.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.07.2020 | 11:00 Uhr

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