Stand: 15.02.2019 14:56 Uhr

Artenschutzzentrum pflegt so viele Tiere wie nie

Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde und Mitarbeiter Joachim Neumann halten eine Teppichpython. © dpa Bildfunk Foto: Peter Steffen
Nicht nur heimische Tierarten werden in Leiferde versorgt: Auch Exoten wie dieser Teppichpython finden hier ein neues Zuhause.

Der Naturschutzbund NABU hat in seinem Artenschutzzentrum in Leiferde (Landkreis Gifhorn) im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Pflegetiere betreut - so viele wie noch nie seit seiner Gründung vor 39 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Zuwachs von mehr als 650 Tieren, wie das Artenschutzzentrum am Freitag mitteilte. Vor allem heimische Singvögel hätten 2018 verstärkt aufgenommen werden müssen, so Leiterin Bärbel Rogoschik bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Weil es weniger Insekten gebe, könnten besonders Jungvögel in den Nestern nicht mehr versorgt werden. Die extreme Trockenheit habe die Situation noch verschärft, weil Mücken vielerorts als Nahrungsbestandteil komplett ausgefallen seien. Sollten 2019 wieder ähnlich viele Tiere in Leiferde gepflegt werden müssen, könne das Zentrum diese nicht mehr aufnehmen.

 

Immer mehr Reptilien und Amphibien in Leiferde

In Leiferde werden vor allem heimische Wildtiere versorgt. Aus artenschutzrechtlichen Gründen werden aber auch exotische Fundtiere aufgenommen. Einen starken Anstieg gab es laut NABU ebenfalls bei den Reptilien und Amphibien. Diese stammten oftmals aus größeren Beschlagnahmungen und landeten dann in der Pflegeeinrichtung, so Leiterin Rogoschik.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.02.2019 | 14:30 Uhr

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