Stand: 23.09.2020 13:19 Uhr

Anhaltende Trockenheit erreicht Harzer Tiefbrunnen

Eine Pegelanzeige ragt aus dem Wasser einer Talsperre. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Neben den Talsperren sind auch die Tiefbrunnen im Harz von der Trockenheit betroffen. (Themenbild)

Die Talsperren im Harz haben im dritten Dürrejahr in Folge niedrige Füllstände. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Harzwasserwerke richten sich auf weitere trockene Jahre ein, sagt Sprecherin Marie Kleine. So ist die Okertalsperre bei Altenau nur noch zu 27 Prozent gefüllt. Die Sösetalsperre bei Osterode ist zu 37 Prozent gefüllt. Das sei nur das sichtbare Ausmaß der anhaltenden Trockenheit, so Kleine. Auch die Tiefbrunnen seien von der Trockenheit betroffen.

"Wasserversorgung für die nächsten Monate sichergestellt"

"Viele Menschen denken, dass die Talsperren besonders betroffen sind, dem ist aber nicht so. Die Grundwasserkörper sind genauso betroffen, an der Talsperre sieht man es nur viel besser, weil die Talsperre es dem Menschen wie in Echtzeit vor Augen führt", erklärt die Sprecherin. Für die kommenden Monate sei die Wasserversorgung aber sichergestellt, dennoch hoffen die Harzwasserwerke auf Regen.

Werden Dürrenphasen normal?

Das Unternehmen hatte bereits vor gut zwei Wochen die Prognose abgegeben, dass man sich in Niedersachsen künftig auf Dürrephasen einstellen müsse. Da sei die "neue Normalität", so der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Christoph Donner. Bereits Anfang August hatte das Unternehmen zum Wassersparen aufgefordert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 23.09.2020 | 06:30 Uhr

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