Stand: 10.12.2019 14:34 Uhr

Abgasskandal: Kanada klagt gegen Volkswagen

Keine Ende des VW-Dieselskandals in Sicht: Eine weitere Klage gegen den Volkswagen-Konzern kommt nun aus Kanada - und zwar nicht von Kunden, sondern von der Umweltbehörde. Der konkrete Vorwurf der Behörde: Volkswagen habe mit der Einfuhr von 128.000 Fahrzeugen die Abgasvorschriften missachtet. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Klage sei nach vierjährigen Untersuchungen des Umweltministeriums eingereicht worden, so die Regierung in Ottawa. In 60 Punkten werde Anklage erhoben. Am Freitag gibt es eine mündliche Verhandlung vor einem Gericht in Ontario. Sowohl die Umweltbehörde als auch Volkswagen wollen einen Vergleich vorlegen.

Verfahren gegen VW in 50 Ländern

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselmotoren war vor vier Jahren in den USA ans Licht gekommen. Mittlerweile sieht sich Volkswagen in 50 Ländern mit unterschiedlichen rechtlichen Verfahren konfrontiert. Dazu zählen Klagen von Kunden, Umweltbehörden, Aktionären oder der Börsenaufsicht. 30 Milliarden Euro hat der Konzern bisher im Zusammenhang mit dem Dieselskandal gezahlt. Mehr als zwei Drittel davon in den USA. Da die laufenden Verfahren so unterschiedlich und komplex sind, gibt es seitens des Unternehmens keine Angaben dazu, mit welchen Kosten VW in Zukunft noch rechnet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.12.2019 | 12:00 Uhr

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