Ein Mann liegt im Bett und greift nach seinem Wecker. © picture alliance/photothek Foto: Ute Grabowsky

Studie: Die Niedersachsen schlafen immer schlechter

Stand: 26.10.2022 16:50 Uhr

Die Zahl der Diagnosen von nicht organisch bedingten Schlafstörungen ist in Niedersachsen von 2011 bis 2021 um rund 51 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Studie der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH).

Laut einer bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH unter rund 1.000 Befragten sei beruflicher Stress der Schlafkiller Nummer eins. Das hätten 42 Prozent angegeben. 34 Prozent gaben private Sorgen an, die Corona-Pandemie lasse jeden Fünften nachts wach liegen. Unter Schlafstörungen erfasst die Studie Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie Albträume und Angsttraumstörungen, erklärte KKH-Ärztin Sonja Hermeneit am Mittwoch. Die Zeitumstellung am kommenden Wochenende werde Menschen, die ohnehin unter Schlafstörungen leiden, zusätzlich belasten, befürchtet sie.

Ländervergleich: Die Sachsen schlafen am schlechtesten

Laut KKH-Hochrechnung sind in Niedersachsen zuletzt rund 87.000 Menschen von Schlafstörungen betroffen gewesen. Dies sei allerdings nur die Spitze des Eisbergs, heißt bei der KKH. Trotz dieses deutlichen Anstiegs von Schlafstörungen findet sich Niedersachsen laut KKH im Vergleich der Bundesländer weit unten im Schlafstörungs-Ranking auf dem vorletzten Platz wieder. Am schlechtesten schlafen demnach die Versicherten in Sachsen, sie liegen mit einem Anstieg von etwa 134 Prozent an der Spitze. Den geringsten Anstieg gebe es mit rund 24 Prozent im Saarland.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.10.2022 | 17:00 Uhr

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