Stand: 13.11.2019 13:56 Uhr

Warum Tattoos giftig sein können

Tätowierfarben bleiben weiterhin riskant für die menschliche Gesundheit. Von den in 2019 untersuchten 14 Tätowier-Farbproben seien sechs beanstandet worden, teilte das Rostocker Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALL) mit. In zwei Proben war der Gehalt an dem als gesundheitsschädlich bekannten Schwermetall Cadmium zu hoch.

Zwei weitere Farbproben enthielten einen nicht deklarierten Konservierungsstoff. Als fehlerhaft gekennzeichnet waren zwei andere Tätowierfarben. Immerhin positiv: Keine der untersuchten Farben war mit Keimen belastet.

Bisher keine verbindlichen EU-Gesetze

Tätowiermittel bedürfen keiner Zulassung, hieß es. Der Hersteller sei für die Sicherheit der Farben verantwortlich. Gleichzeitig sei für viele Stoffe nicht bekannt, wie sie im menschlichen Körper wirken. Es fehle eine Vielzahl Daten. Das Risiko der Stoffe ergebe sich daraus, dass sie in den Körper gebracht werden, aus ihrer Zusammensetzung, der großen Zahl von Onlineanbietern aus Nicht-EU-Ländern sowie möglichen Fälschungen. "Eine verbindliche europäische Rechtssetzung gibt es noch immer nicht", teilte das Amt mit.

Ein Trauer-Tattoo auf einer Hand zeigt das Porträt eines Verstorbenen.

Trauer-Tattoos: Bleibende Andenken auf der Haut

Hallo Niedersachsen -

Porträts, Symbole, Schriftzüge - immer mehr Trauernde verarbeiten den Tod geliebter Menschen mit Tattoos. Eine Ausstellung in der Neustädter Liebfrauenkirche zeigt die Vielfalt.

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Tattoos: Wenn Trauer unter die Haut geht

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.11.2019 | 12:00 Uhr

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