Auf einer Bühne stehen eine Mecklenburg-Vorpommern-Fahne mit Trauerflor, eine große Schale mit Äpfeln und ein Bild von Harald Ringstorff (SPD), dem früheren Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Schwesig würdigt Ringstorff als "großartigen Menschen"

Stand: 19.11.2021 14:15 Uhr

Ein Jahr nach seinem Tod hat die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns den ehemaligen Ministerpräsidentin Harald Ringstorff (SPD) mit einem Trauerakt gewürdigt.

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) hat den vor einem Jahr verstorbenen Harald Ringstorff als "großen Ministerpräsidenten und großartigen Menschen" gewürdigt. Der SPD-Politiker sei beliebt und erfolgreich gewesen, sagte Schwesig bei einem Trauerakt im Mecklenburgischen Staatstheater. Unmittelbar nach dem Tod Ringstorffs war wegen der Corona-Einschränkungen ein Staatsakt zu seinen Ehren nicht möglich.

Schmiedete erste Koalition mit der PDS

Ringstorff war am 19. November 2020 nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben. Von 1998 bis 2008 prägte Ringstorff den Nordosten als Ministerpräsident. Deutschlandweit Schlagzeilen machte er 1998, als er die bundesweit erste rot-rote Landesregierung mit der damaligen PDS einging, der heutigen Partei Die Linke. Damals schlug ihm zunächst Widerstand von der Bundes-SPD entgegen. Nach der Landtagswahl 2006 war ihm die rot-rote Mehrheit von nur einer Stimme im Landtag zu wackelig und er wechselte den Koalitionspartner.

Rücktritt am Tag der Einheit

Der studierte Chemiker Ringstorff stammte aus Wittenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Er gehörte 1989 zu den Mitbegründern der SPD in Rostock. 1990 wurde er SPD-Landtagsfraktionschef, 1994 zeitweise Wirtschaftsminister. Am Tag der Deutschen Einheit legte er 2008 sein Amt nieder. Gleichwohl besuchte er noch viele Jahre öffentliche Veranstaltungen, später dann ob seiner Krankheit liebevoll umsorgt von seiner Frau Dagmar.

Im Land tief verwurzelt

Für sie seien es vor allem vier Punkte, so Schwesig, die Harald Ringstorff ausgezeichnet hätten: Seine tiefe Verwurzelung mit dem Land, seine Heimatverbundenheit, Liebe zur plattdeutschen Sprache und zur heimischen Natur.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.11.2021 | 14:00 Uhr

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