Stand: 03.04.2020 05:13 Uhr

Zuckerfabrik Anklam verkauft Bioethanol an Apotheker

Zwei Menschen füllen Bioethanol aus einem Tank ab. © NDR Foto: Anna-Lou Beckmann
Die Zuckerfabrik Anklam hat bereits rund 13.000 Liter Bioethanol an etwa 130 Apotheker verkauft. (Archivbild)

Die Zuckerfabrik in Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat am Donnerstag wieder Bioethanol an Apotheker für die Herstellung von Händedesinfektionsmittel. Allerdings wurde das Abgabeverfahren geändert, um die Wartezeiten an den Fabriktoren zu verkürzen. So werden keine mitgebrachten Kanister mehr vor Ort abgefüllt.

Für einen leeren Kanister gibt es einen vollen zurück

Die Apotheker, die ihre Betriebserlaubnis vorzeigen müssen, erhalten gegen Abgabe oder Kauf eines Leerkanisters gleich einen bereits abgefüllten 20-Liter-Kanister. Um die Ansteckung mit dem Coronavirus auf dem Fabrikgelände zu vermeiden, soll der Lieferschein mit einem mitgebrachten Kugelschreiber unterschrieben werden.

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13.000 Liter Bioethanol an 130 Apotheker abgegeben

In der vergangenen Woche wurden rund 13.000 Liter Bioethanol an etwa 130 Apotheker aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen und Schleswig-Holstein abgegeben. Außerdem fährt die Zuckerfabrik derzeit Lkw-weise Bioethanol in die Niederlande, denn auch dort ist Desinfektionsmittel knapp. Normalerweise wird das Bioethanol aus Anklam als Beigemisch zur Produktion von Biosprit verwendet.

Apotheker fahren weite Wege

Die Apotheker sind bereit, für die begehrte Ware weite Wege zurückzulegen. "Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich im Internet nicht an die Stoffe herankomme", sagte der Schweriner Apotheker Frank Dencker, der für die Desinfektionsmittel-Zutat nach eigenen Angaben rund 220 Kilometer zurücklegte. Vor einem halben Jahr herrschte laut Dencker absolute Ruhe, es seien alle Ausgangsstoffe da gewesen. In den vergangenen Wochen sei die Wahrscheinlichkeit allerdings rapide gesunken, an die Stoffe zu gelangen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.04.2020 | 06:30 Uhr

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