Neubrandenburg: Das erneut beschädigte Karl-Marx-Denkmal © Matthias Tetzlaff Foto: Matthias Tetzlaff

Wieder der Arm: Erneut Vandalismus an Karl-Marx-Statue

Stand: 25.04.2023 15:37 Uhr

Die Karl-Marx-Statue am Neubrandenburger Schwanenteich hat wieder nur einen Arm. Erst vor etwa einem Jahr war der rechte Arm abgetrennt worden. Jetzt ist er erneut durch starke Gewalteinwirkung abgebrochen worden, hieß es von der Stadt.

"Diese mutwillige Beschädigung mitten in unserer Stadt ist inakzeptabel", teilte Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) mit. Die Stadt habe Anzeige erstattet, der Tatzeitraum sei noch unklar. Erst im Dezember 2022 war das 2,2 Meter hohe Marx-Denkmal wieder aufgestellt worden, nachdem Unbekannte im Februar 2022 schon einmal den rechten Arm abgetrennt hatten. Um Vandalismus zu verhindern, waren etliche Büsche am Standort des Denkmals entfernt worden.

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Neubrandenburg: Das reparierte Karl-Marx-Denkmal wird mit einem Lkw angeliefert und anschließend wieder aufgestellt. © Foto: Bernd Wüstneck/dpa Foto: Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Neubrandenburg: Karl-Marx-Statue wieder aufgestellt - mit Arm

Unbekannte hatten der 50 Jahre alten, fast 2,20 Meter großen Bronzestatue im Februar den rechten Unterarm abgetrennt. mehr

Mehrfach beschmiert und beschädigt

Eine Spezialfirma aus Schöneiche bei Berlin hatte das Denkmal seinerzeit fachgerecht repariert. Der abgetrennte Bronze-Arm musste neu gegossen werden. Die Kosten von rund 6.000 Euro für die Reparatur der Marx-Statue übernahmen private Spender. Der städtische Bauhof stellte die Skulptur mit Hilfe eines Krans am Neubrandenburger Friedrich-Engels-Stadtring wieder auf. Die Karl-Marx-Statue in Neubrandenburg war in den vergangenen Jahren mehrfach von Unbekannten mit Farbe beschmiert und beschädigt worden.

Zu DDR-Zeiten in Neubrandenburg aufgestellt

Das Denkmal des Philosophen und Ökonomen (1818-1883), der mit seinen Hauptwerken "Das kommunistische Manifest" und "Das Kapital" zu einem der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus wurde, stand bis 2001 in der Neubrandenburger Innenstadt, bevor es bis 2018 im Depot verschwand. In der DDR galt Neubrandenburg noch als "sozialistische Bezirksstadt" und der Marktplatz, auf dem das Denkmal stand, war passenderweise nach dem Philosophen benannt. An der Stelle, an der die Statue ursprünglich aufgestellt war, steht heutzutage ein Einkaufszentrum.

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Nordmagazin | 25.04.2023 | 19:30 Uhr

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