Stand: 31.07.2019 19:17 Uhr

Wasserstraße zur Seenplatte früher frei?

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Die IHK Potsdam schätzt, dass die gesperrte Schleuse bisher für 2,1 Millionen Euro Verlust bei Häfen und Charterfirmen gesorgt hat.

Der Wasserweg von Berlin bis zur Mecklenburgischen Seenplatte über die Obere Havel-Wasserstraße könnte früher wieder freigegeben werden als zuletzt geplant. Als möglichen neuen Termin nennt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde den November. Zunächst sei ein Probebetrieb vor Weihnachten geplant, bei dem dann ausgewählte Charterfirmen passieren dürfen. Bei der Sanierung der Schleuse Zaaren an der Oberen Havel-Wasserstraße bei Templin hatte es Probleme gegeben, wodurch sich die Bauarbeiten mehrfach verzögerten. Ursprünglich war geplant, dass die Schleuse Anfang August ihren Betrieb wieder aufnimmt. Dieser Termin war zuletzt auf April kommenden Jahres verschoben worden.

Bauarbeiten an der Schleuse bis Ende Oktober fertig

Die Charter-Unternehmen der Wassersportbranche hätten so bis Weihnachten noch einige Wochen Zeit, ihre Boote von der Seenplatte wieder ins Winterlager zu bringen, sagte der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Eberswalde, Sebastian Dosch, am Mittwoch nach einem Vor-Ort-Termin mit den beteiligten Unternehmen. Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten bis Ende Oktober abgeschlossen werden, so Dosch.

Bauarbeiten an der Schleuse Zaaren in Mecklenburg-Vorpommern.

Wie geht es weiter mit der Schleuse Zaaren?

Nordmagazin -

Leere Häfen, abgesagte Bootstouren - der Wassertourismus leidet unter der gesperrten Schleuse in Zaaren. Bei einem Ortstermin machten Hafen- und Werftbetreiber ihrem Ärger Luft.

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Millionen-Verluste bei Häfen und Charterfirmen

Munitionsfunde, ein schwieriger Baugrund und ein Blitzeinschlag im Betonwerk verzögerten immer wieder die Arbeiten an der Schleuse Zaaren in Brandenburg. Zum August sollte sie wieder in Betrieb gehen. Doch dann sackte beim Ziehen der Spundwände Anfang Juli ein Teil der Schleuse um zwei Zentimeter ab. Für den Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet die Sperrung der Schleuse, dass Schiffstouren zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte über die Obere Havel-Wasserstraße nicht möglich sind. Häfen, Charterfirmen und Reedereien im Nordosten rechnen daher mit finanziellen Einbußen. Die IHK Potsdam schätzt, dass die gesperrte Schleuse bisher für 2,1 Millionen Euro Verlust bei Häfen und Charterfirmen gesorgt hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 31.07.2019 | 18:15 Uhr

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