Vier Badetote und mehrere Rettungseinsätze am Wochenende

Stand: 19.07.2021 15:10 Uhr

Beim Baden in der Ostsee vor der Insel Rügen, am Tiefwarensee, in Ahrenshoop und im Feldberger Haussee sind am Wochenende insgesamt vier Menschen gestorben. Die Suche nach einem Vermissten vor Zingst wurde unterbrochen.

Vier Menschen sind in den vergangenen Tagen beim Baden ums Leben gekommen. Damit starben in Mecklenburg-Vorpommern in dieser Saison bislang 14 Menschen bei Badeunfällen – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem wird derzeit noch ein 35-jähriger Mann vermisst. Er war am Sonntag trotz des starken Windes und hoher Wellen am Ende der Buhnen am Strand von Zingst (Kreis Vorpommern-Rügen) ins Wasser gesprungen. Nach Zeugenangaben sei er sofort untergegangen. Die Suche nach dem Mann verlief bisher ohne Erfolg. Ein Hubschrauber hatte den Bereich gründlich abgesucht, aber noch nichts entdeckt, hieß es von der Polizei. Die Suche wurde am Montag aufgrund der Bedingungen am Einsatzort vorerst unterbrochen.

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Zwei Männer ertrinken in Ostsee

Beim Baden in der Ostsee bei Nonnevitz kam ein Mann ums Leben. Mehrere Menschen hatten noch versucht ihm zu helfen, drei von ihnen gerieten dabei aber selbst in Not und mussten gerettet werden. Nach Angaben der Rettungsleitstelle Vorpommern-Rügen herrschte dort eine so starke Strömung, dass sich die Bergung schwierig gestaltet hat. An dem Einsatz war der Seenotrettungskreuzer "Bremen" beteiligt. Zu Identität und Alter des Mannes konnte die Polizei bisher keine Angaben machen.

Auch in der aufgewühlten Ostsee in Ahrenshoop ist am Wochenende ein Mann ertrunken, der nach seiner Rettung nicht mehr wiederbelebt werden konnte.

Feldberg: Mann stirbt nach Rettung

Bereits Freitagabend musste ein 60-jähriger Mann aus dem Haussee in Feldberg (Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte) gerettet werden. Ersthelfer haben versucht den Mann zu reanimieren. Nach dem Eintreffen des Notarztes und des Rettungshubschraubers wurde er bewusstlos in eine Klinik gebracht und verstarb dort. Außerdem gab es am Freitag einen weiteren Toten im Tiefwarensee in Waren (Müritz). Ein Taucher hatte den 60-jährigen Warener leblos im Wasser treibend entdeckt. Ein Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Dranske: Zwei Menschen beim Baden abgetrieben

Am Bug bei Dranske (Landkreis Vorpommern-Rügen) trieben ebenfalls zwei Badende ab, die gerettet werden mussten. Im Einsatz waren hier Feuerwehren aus der Umgebung, die Wasserrettung, ein Rettungshubschrauber, die Wasserschutzpolizei und ein Rettungsdienst.

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