Ein schlechtes Zeugnis. © Picture Alliance Foto: Mascha Brichta

Versetzungen in diesem Schuljahr mit "Ermessensspielraum"

Stand: 23.04.2021 12:21 Uhr

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sollen in diesem Schuljahr wieder anhand der Versetzungsordnung entscheiden, ob Schüler versetzt werden oder die Klassenstufe wiederholen. Das Bildungsministerium lässt Lehrkräften und Schulleitungen dafür aber Handlungsspielraum.

Die meisten Schüler in Mecklenburg-Vorpommern erleben in diesen Tagen den dritten Lockdown dieses Schuljahres und lernen wieder einmal zu Hause. Dabei läuft die Zeit, denn in acht Wochen beginnen die Sommerferien. Wie viele Schultage im Präsenzunterricht bis dahin noch möglich sind, ist ungewiss. Manche Dinge müssen aber jetzt entschieden werden - etwa ob Schüler versetzt werden. In diesen Tagen würden Schulen üblicherweise die "blauen Briefe" verschicken - an die Familien der Schüler, die versetzungsgefährdet sind.

Lehrer können Versetzung auch bei schlechteren Noten zustimmen

Im vergangenen Schuljahr war das "Sitzenbleiben" ausgesetzt worden - das gilt in diesem Jahr nicht mehr. Das Bildungsministerium bittet Schulleitungen und Lehrkräfte nun, ihren "pädagogischen Ermessensspielraum" besonders sorgfältig auszuschöpfen. Damit können Lehrkräfte einer Versetzung auch bei schlechteren Noten zustimmen, wenn sie die Chance sehen, dass der betreffende Schüler im nächsten Schuljahr erfolgreich mitlernen kann, ohne den Anschluss zu verlieren.

Beratungsgespräche für Eltern

Pandemie-bedingte Unterrichtsbedingungen und soziale Folgen für die Schüler sollten berücksichtigt werden, heißt es aus dem Bildungsministerium. Den Eltern werden dazu bis zum 20. Mai Beratungsgespräche angeboten. Bis dahin können Erziehungsberechtigte auch ein freiwilliges Wiederholungsjahr für ihr Kind beantragen. Das soll - anders als bisher üblich - nicht auf die Schulzeit angerechnet werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.04.2021 | 12:00 Uhr

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