Freizeitbad "Wonnemar" in Wismar © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Verfahren eröffnet: Wonnemar bleibt in Eigenverwaltung

Stand: 02.12.2020 06:45 Uhr

Aufgrund der Corona-Beschränkungen ist die Mutterfirma des Wonnemar in Wismar in wirtschaftlicher Schieflage. Nun wurde das Insolvenzverfahren für die InterSPA-Gruppe eröffnet.

Das Insolvenzverfahren für die Mutterfirma des Wismarer Wonnemar ist eröffnet worden. Das zuständige Amtsgericht in Stuttgart hat entschieden, dass die InterSPA-Gruppe dabei in Eigenverwaltung bleiben kann.

Mindestens bis Februar geschlossen

Die Eigenverwaltung bedeutet einem Unternehmenssprecher zufolge, dass die Sanierung weiterhin vom Unternehmen selbst durchgeführt wird. Das Gericht hat das Insolvenzverfahren mit der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung des Unternehmens begründet. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Corona-bedingte Schließung des Freizeitbades noch bis mindestens Februar 2021 andauern wird.

Stadt kann Wonnemar nötigenfalls übernehmen

Das Wonnemar gehört einer Tochterfirma von InterSPA, die noch nicht von der Insolvenz betroffen ist. Sollte sich das ändern, hat sich die Stadt Wismar schon vorbereitet: Das Bad könnte in den Besitz der Stadt übergehen. Die Bürgerschaft hat der Stadt bereits das Betreiben des Schwimmbads erlaubt. Auch das benachbarte Wonnemar-Hotel in Wismar sowie fünf weiteren Wonnemar-Spaßbäder - unter anderen in Ingolstadt und Sonthofen - sind unter Eigenverwaltung gestellt worden.

Weitere Informationen
Freizeitbad "Wonnemar" in Wismar © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Wismarer Bürgerschaft will Wonnemar retten

Über eine "Heimfall"-Regelung könnte das Freizeitbad in den Besitz der Stadt übergehen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.12.2020 | 06:30 Uhr

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