Stand: 21.07.2020 04:59 Uhr

Usedom: Suche nach vermisstem Fischer beendet

Am Steg in Warthe auf Usedom liegt das Boot eines vermissten Fischers, nachdem am 19. Juli gesucht wurde. © NDR Foto: Screenshot
Am Steg in Warthe liegt das Boot des vermissten Fischers. Kollegen hatten es vom Achterwasser zurückgeholt.

Die Suche nach dem vermissten Fischer im Usedomer Achterwasser ist am Montagabend bis auf weiteres erfolglos beendet worden. Der Sucheinsatz soll demnach am Dienstag vorerst nicht weitergeführt werden, da keine weiteren Anhaltspunkte zum Verbleib des vermissten Fischers vorliegen. Das teilte das Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern am Montagabend mit. Den gesamten Montag über hatten die Beamten bis zum Einbruch der Dunkelheit mit zwei Schlauchbooten, einem Streifenboot und Sonargeräten nach Spuren des vermissten 52-Jährigen gesucht. Ein geplanter Hubschrauberflug war nach Angaben der Wasserschutzpolizei wegen regnerischen Wetters abgesagt worden.

Einsatz von Tauchern und Rettungshund ohne Ergebnis

Das Achterwasser ist eine Hinterland-Lagune des Peenestromes, der vom Festland bei Anklam nach Norden Richtung Wolgast zur Ostsee fließt. Im Achterwasser sei das Wasser in der Regel um die drei Meter tief, aber sehr trübe, was die Suche erschwert, wie der Polizeisprecher erklärte. Der Mann war am Sonnabend in sein Boot gestiegen, um zum Fischen hinauszufahren. Die Suche nach ihm auf einer Wasserfläche von rund 80 Quadratkilometern musste am Sonntag wegen eines Gewitters zeitweise unterbrochen werden. Zuvor hatte auch der Einsatz von Tauchern keinen Erfolg gebracht. Auch ein Rettungshund, der Leichen im Wasser aufspüren kann, sei bei der Suche dabei gewesen, so die Polizei.

Mehrere Schiffe an Suche beteiligt

Eine Handyortung habe ebenfalls keine entscheidenden Hinweise gebracht, hieß es. Beteiligt an der Suche waren die Wasserschutzpolizei mit mehreren Schiffen, ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Taucher der Berufsfeuerwehr Stralsund. Auch das Rettungsschiff "Hecht" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger lief aus.

Leeres Boot fuhr im Kreis

Ein Nachbar hatte das leere Boot des Fischers am Samstagabend kurz nach 22 Uhr auf dem Wasser gesichtet. Die Polizei geht davon aus, dass der 52-jährige Fischer aus Ückeritz über Bord gegangen ist. Das Boot sei draußen auf dem Wasser im Kreis gefahren, berichtete der Nachbar NDR 1 Radio MV. Zusammen mit einem weiteren Mann sei er in seinem eigenen Boot losgefahren, habe den Motor abgestellt und das leere Boot in den Hafen geschleppt. Danach hätten sie die Polizei alarmiert, sagte der Mann. Zahlreiche Feuerwehren auf Usedom und auf dem gegenüberliegenden Festland hatten sich bereits in der Nacht zum Sonntag mit Schlauchbooten an der Suche beteiligt oder leuchteten mit Scheinwerfern die Uferbereiche aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 21.07.2020 | 05:00 Uhr

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