Die Rosskastanien-Allee von Eickelberg nach Eickhof (Landkreis Rostock) im Frühnebel. © BUND Foto: Heidi Sprenger

Tag der Alleen: Mehr neue Bäume als Fällungen

Stand: 20.10.2020 06:45 Uhr

Der Negativtrend bei den Alleen in Mecklenburg-Vorpommern ist gestoppt. Noch gibt es aber viele Lücken in den Baumreihen und kaum neu angelegte Alleen.

Den Alleen in Mecklenburg-Vorpommern geht es wieder etwas besser. Nachdem über viele Jahre mehr Bäume gefällt als gepflanzt wurden, hat sich das Verhältnis zuletzt umgekehrt: Wurden 2016 noch mehr als 1.000 Bäume mehr gefällt als neu gepflanzt, so gab es im vergangenen Jahr ein Plus von 66 Neupflanzungen.

Flächen an Radwegen werden nicht freigegeben

Allerdings gibt es nach wie vor erhebliche Lücken in vielen Alleen, zudem werden kaum neue angelegt, so die Bilanz von BUND-Expertin Katharina Dujesiefken, anlässlich des heutigen bundesweiten Alleentages. Vermisst werden Bäume vor allem entlang neu angelegter Radwege. Die Bodenbesitzer würden dafür notwendige Flächen nicht frei geben, heißt es.

Schäden durch Trockenheit und Schädlinge

Zudem seien Lückenbepflanzungen in alten Alleen ein dringendes Gebot. Werden die Freiräume nicht geschlossen, verliert die Allee ihren Schutzstatus. Das müsse unbedingt verhindert werden, so der Appell an die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise. Zudem machen pflanzliche und tierische Schädlinge vielen Baumarten zunehmend zu schaffen. Bei Buchen wirkt sich die Trockenheit negativ aus. Gleiches gelte verstärkt auch für Nadelbäume.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.10.2020 | 07:30 Uhr

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