Stand: 13.01.2020 14:40 Uhr

Schwesig will in Wirtschaft und Schulen investieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) bekommt auf dem Neujahrsempfang der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD, r) eine Waldaktie überreicht. © dpa-Bildfunk Foto: John Macdougall
Eine Waldaktie für die Kanzlerin: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin überreicht das Wertpapier auf dem Neujahrsempfang der Landesregierung.

Mecklenburg-Vorpommern hat sich nach Einschätzung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in den zurückliegenden 30 Jahren gut entwickelt. Auf dem Neujahrsempfang des Landes in Stralsund schränkte sie aber ein, dass in Bereichen wie Wirtschaftskraft und Einkommen noch kräftig aufgeholt werden muss. Zum Empfang kam in diesem Jahr erstmals Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie sitzt seit knapp 30 Jahren für Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag.

Schwesig kündigt Investitionen an

Vor rund 400 Gästen sagte Schwesig mit Blick auf den ausgelaufenen Solidarpakt, weiter daran arbeiten zu wollen, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Das sei ein Ziel, das nie aus den Augen verloren werden dürfe. Sie dankte all denjenigen, die Mecklenburg-Vorpommern zu einem lebenswerten Land gemacht haben. Die Aufbauarbeit habe sich gelohnt, so die Ministerpräsidentin. Sie kündigte Investitionen in die Wirtschaft, aber auch in Schulen an. So solle unter anderem ab Sommer die Bezahlung der Grundschullehrer verbessert werden. Zudem wolle die Landesregierung im Jubiläumsjahr den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter ausbauen. Und auch Bundeskanzlerin Merkel wünschte sich in ihrem Grußwort, dieses Jahr möge ein Jahr des Zuhörens werden.

Verdienstorden für Theologen, Richterin und Sportler

Im Rahmen des Neujahrsempfangs verlieh Schwesig auch den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Geehrten gehört der Theologe Christoph de Boor aus Waren (Müritz), der für sein außerordentliches Engagement im Wendeherbst 1989 ausgezeichnet wurde. Den Orden erhielten zudem die frühere Richterin Hannelore Kohl, die jahrelang an der Spitze des Oberverwaltungsgerichts und des Landesverfassungsgerichts stand, für ihre Verdienste beim Aufbau und der Etablierung ehrenamtlicher und demokratischer Strukturen im Land sowie der Goalballer Reno Tiede aus Rostock für seinen Einsatz für den Sehbehinderten-Sport.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.01.2020 | 14:00 Uhr

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