Stand: 25.10.2018 08:09 Uhr

Schwerin: Videoüberwachung soll bald starten

Anfang 2017 hatte die Stadtvertretung die Kameraüberwachung beschlossen, bis Jahresende soll sie nun beginnen. (Archivbild)

Die erste Kameraüberwachung eines öffentlichen Platzes in Mecklenburg-Vorpommern rückt nun doch näher. Noch in diesem Jahr solle der Regelbetrieb am Schweriner Marienplatz aufgenommen werden, kündigte ein Sprecher des Innenministeriums an.

Funktionstests erfolgreich

Mithilfe von externem Sachverstand sei das Problem, die Daten der acht Kameras bei der Übertragung ins Polizeirevier zu verschlüsseln, jetzt gelöst worden, hieß es. Funktionstests in den vergangenen Tagen hätten gezeigt, dass die Aufnahmen sicher übertragen werden können.

Ein Problem bleibt: Schlechte Bildqualität

Dennoch bestehe noch ein Problem, weshalb der Regelbetrieb nicht sofort starten könne: Das Frequenzband, auf dem die Daten übertragen werden, sei bereits durch andere Anwender wie Unternehmen und das öffentliche WLAN am Marienplatz stark beansprucht. Dadurch übertrügen die Kameras noch keine Bilder in beweisfester Qualität, so der Ministeriumssprecher weiter. Nach Software-Updates und geänderten Server-Konfigurationen soll dies aber bald der Fall sein.

Sicherheit bei Datenübermittlung war nicht gewährleistet

Die mangelnde Sicherheit bei der Datenübermittlung hatte das Projekt zuletzt aufgehalten. Beim Probebetrieb der Kameras war festgestellt worden, dass der Schutz der Daten vor dem Zugriff Unberechtigter nicht ausreichend gewährleistet werden konnte. Der zunächst beauftragten Firma war es nicht gelungen, Abhilfe zu schaffen. Das federführende Polizeipräsidium Rostock und das Innenministerium stoppten das Vorhaben daraufhin zunächst.

Beschluss kam schon Anfang 2017

Die Stadtvertretung Schwerin hatte bereits Anfang 2017 die Kameraüberwachung an dem zentralen Platz und Kriminalitätsschwerpunkt beschlossen. Anlass waren gewalttätige Auseinandersetzungen gewesen, an denen häufig auch junge Migranten beteiligt waren. Zunächst hatte die Polizei ihre Präsenz massiv verstärkt. Dies gilt aber auf Dauer als zu aufwendig.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.10.2018 | 09:00 Uhr

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